Helmstadt

Streifzüge übers Land auf dem Kulturweg „Waldsassengau 1“

Streifzüge übers Land auf dem Kulturweg „Waldsassengau 1“       -  (ret)   Schönster Sonnenschein lockte über 70 Wanderlustige nach Helmstadt, um den Kulturweg „Waldsassengau 1“ zu entdecken. Eingeladen hatten der Markt Helmstadt, die Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg und die Öko-Modellregion Waldsassengau, die sich das Ziel gesetzt hat, in jeder der 13 Allianz-Gemeinden eine eigene Wandertour durchzuführen. So ließen sich neben geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten eines Ortes, auch die aktuellen ökologischen Themen rund um Land- und Forstwirtschaft erwandern und das Bewusstsein für die Region fördern, erläutert Projektmanager Jochen Diener laut einer Pressemitteilung das Konzept. 2014 wurde die Allianz Waldsassengau gegründet. Zur wachsenden Bekanntheit des historischen Begriffs „Waldsassengau“ tragen die Kulturwege des Spessartbundes bei. Mittlerweile wird bereits am sechsten Kulturweg Waldsassengau gearbeitet, der 2019 in Uettingen eröffnet werden soll. Der Helmstädter Kulturweg Waldsassengau 1 „Zwischen allen Fronten“ greift unter anderem die Geschehnisse des „Bruderkriegs“ von 1866 auf, als es rund um Helmstadt zu erbitterten Gefechten zwischen bayerischen und preußischen Truppenteilen kam. Heimatpfleger Bernd Schätzlein wies außerdem auf Kreuze und Bildstöcke in der Landschaft hin, die noch heute den Verlauf einer alten Handelsroute, der Geleitstraße Frankfurt-Miltenberg-Nürnberg kennzeichnen. Vinzenz Bauer erläuterte Bau und Funktionsweise des alten Brennofens, der noch bis 1952 in Betrieb war und in dem Mauer-, Weiß- und Putzkalk gebrannt wurde. Am höchsten Punkt der Wanderung wurden die Teilnehmer mit einem herrlichen Blick über Helmstadt belohnt und erfuhren von Bürgermeister Edgar Martin mehr über die Windkraftanlagen in der Gemarkung Helmstadt sowie die geologischen Besonderheiten der Region. Bei der Durchquerung des Waldes informierte Förster Timo Renz von der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg über das Ökosystem Wald und seine Bedeutung für Klima und Artenvielfalt. Die Wanderstrecke führte entlang einiger Felder von Bio-Landwirt Bernd Rappelt-Fiederling, der die Anbauprinzipien im Öko-Landbau sowie die Absatzwege seiner Erzeugnisse vorstellte. Am Ende der Wanderung wartete auf dem Biohof Rappelt-Fiederling eine heiße Suppe aus eigenen Kartoffeln auf die Wanderer.
Foto: Bernd Rappelt-Fiederling | (ret) Schönster Sonnenschein lockte über 70 Wanderlustige nach Helmstadt, um den Kulturweg „Waldsassengau 1“ zu entdecken.
Schönster Sonnenschein lockte über 70 Wanderlustige nach Helmstadt, um den Kulturweg „Waldsassengau 1“ zu entdecken. Eingeladen hatten der Markt Helmstadt, die Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg und die Öko-Modellregion Waldsassengau, die sich das Ziel gesetzt hat, in jeder der 13 Allianz-Gemeinden eine eigene Wandertour durchzuführen. So ließen sich neben geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten eines Ortes, auch die aktuellen ökologischen Themen rund um Land- und Forstwirtschaft erwandern und das Bewusstsein für die Region fördern, erläutert Projektmanager Jochen Diener laut einer Pressemitteilung das Konzept. 2014 wurde die Allianz Waldsassengau gegründet. Zur wachsenden Bekanntheit des historischen Begriffs „Waldsassengau“ tragen die Kulturwege des Spessartbundes bei. Mittlerweile wird bereits am sechsten Kulturweg Waldsassengau gearbeitet, der 2019 in Uettingen eröffnet werden soll.
Der Helmstädter Kulturweg Waldsassengau 1 „Zwischen allen Fronten“ greift unter anderem die Geschehnisse des „Bruderkriegs“ von 1866 auf, als es rund um Helmstadt zu erbitterten Gefechten zwischen bayerischen und preußischen Truppenteilen kam. Heimatpfleger Bernd Schätzlein wies außerdem auf Kreuze und Bildstöcke in der Landschaft hin, die noch heute den Verlauf einer alten Handelsroute, der Geleitstraße Frankfurt-Miltenberg-Nürnberg kennzeichnen. Vinzenz Bauer erläuterte Bau und Funktionsweise des alten Brennofens, der noch bis 1952 in Betrieb war und in dem Mauer-, Weiß- und Putzkalk gebrannt wurde. Am höchsten Punkt der Wanderung wurden die Teilnehmer mit einem herrlichen Blick über Helmstadt belohnt und erfuhren von Bürgermeister Edgar Martin mehr über die Windkraftanlagen in der Gemarkung Helmstadt sowie die geologischen Besonderheiten der Region. Bei der Durchquerung des Waldes informierte Förster Timo Renz von der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg über das Ökosystem Wald und seine Bedeutung für Klima und Artenvielfalt.
Die Wanderstrecke führte entlang einiger Felder von Bio-Landwirt Bernd Rappelt-Fiederling, der die Anbauprinzipien im Öko-Landbau sowie die Absatzwege seiner Erzeugnisse vorstellte. Am Ende der Wanderung wartete auf dem Biohof Rappelt-Fiederling eine heiße Suppe aus eigenen Kartoffeln auf die Wanderer.
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