Gemünden

Streitpunkt Kreisverkehr: Wird Gemünden Tulpenstadt?

Alle Jahre im Mai und Juni mehren sich die Klagen über mangelnde Grünpflege. Bürgermeister Lippert verweist darauf, dass der Bauhof nicht überall zugleich sein kann.
Zigarettenkippen und -schachteln, Einmalhandschuhe, leere Schnapsflaschen und anderer Dreck liegen am Fußweg an der Gemündener Friedenstraße.
Zigarettenkippen und -schachteln, Einmalhandschuhe, leere Schnapsflaschen und anderer Dreck liegen am Fußweg an der Gemündener Friedenstraße. Foto: Jürgen Kamm

Den "Wildwuchs" auf dem Zollberg-Kreisel prangerte einmal mehr Stadträtin Monika Poracky in der Ratssitzung am Montag an. Bürgermeister Jürgen Lippert pflichtete ihr bei: "So geht's überhaupt nicht!" Den Auftrag, den Kreisverkehr als das Eingangstor der Bundesstraße von Lohr her in Ordnung zu bringen, habe er dem städtischen Bauhof bereits erteilt.

Die Gestaltung des Kreisverkehrs beschäftigt den Stadtrat seit über zehn Jahren immer wieder. Bei der Anlage waren ein Wasser- und Stromanschluss versäumt worden. Unter anderem hatte später eine Fachfirma den Platz mit Steinen belegt und Stauden gepflanzt. Dem Verkrauten hätte mit einer Folie vorgebeugt werden müssen, sagen Kritiker. 2016 kippte ein Lastwagenanhänger auf die Insel im Innern des Kreisels, die im Fasching auch schon mal als Landeplatz für Ufos bezeichnet wurde. Eine ansprechende und zugleich pflegeleichte Gestaltung ist bis heute nicht gefunden.

Bauhof hat Hilfe von Minijobbern

Zugewuchert und vermüllt: der Fußweg an der Friedenstraße in Gemünden.
Zugewuchert und vermüllt: der Fußweg an der Friedenstraße in Gemünden. Foto: Jürgen Kamm

Die Kritik aus der Bevölkerung über wucherndes Grün auf den Friedhöfen hat sich vermindert, seit der Bürgermeister den städtischen Bauhof durch Minijobber entlastet. Doch gibt es noch einige andere städtische Grünflächen, deren mangelhafte Pflege moniert wird. Aktuell erreichten die Redaktion Klagen über den Grünstreifen mit Fußweg entlang der Friedenstraße zwischen Amtsgericht und Bundesstraße (Teil des Schulwegs) sowie in Adelsberg über die Einmündung des Leinischen Wegs in die Bergstraße.

Ein optimales Stadtbild sei in der Zeit starken Wachstums der Natur nicht zu erreichen, sagt Bürgermeister Lippert zu dem Thema, das Gras und die Büsche wachsen dann überall. Er verweist auch auf die Randstreifen der Staatsstraßen, die zurzeit zum Teil so hoch bestanden sind, dass die Straßenbegrenzungspfosten kaum noch zu sehen sind.

Tulpen als Hinweis auf Partnerstadt?

Stadtrat Miro Blaic regte an, beispielsweise die neuen Grünflächen am und um den neuen Kreisverkehr an der Mainbrücke mit Tulpen zu bepflanzen. Gemünden als Tulpenstadt könnte ein Hinweis auf die Städtepartnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Duiven sein. Blaic' Kollege Hans-Joachim Schüssler schränkte ein: "Mir gefällt die Blumenwiese auf dem Kreisel ganz gut."

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