Teuflisches zu Papier gebracht

Teuflische 294 Seiten hat der Roman – und die Geschichte geht noch weiter.
| Teuflische 294 Seiten hat der Roman – und die Geschichte geht noch weiter.

Karbach Die teuflische Idee zum Buch schlummerte schon lange in Andreas Herteux. Nach seiner ersten Veröffentlichung 2013, einem Sachbuch über Aufstieg und Fall der Marke FDP, hat der Rodener, der in Karbach wohnt, nun den Roman „Aus dem Leben eines Teufels“ herausgebracht. Im Interview erzählt der 33-Jährige, was die Leser bei der Lektüre seines neuen Werks erwartet, woher er die Inspiration für die Geschichte nahm und an welchen Stellen auch viel Fränkisches in den 294 Seiten steckt.

Frage: Herr Herteux, worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Andreas Herteux: In dem Roman geht es, wie der Titel schon andeutet, um einen Höllenbewohner, der in die Welt der Menschen heraufsteigen darf, um dort ein paar Spielregeln zu ändern. Er ermöglicht es zum Beispiel, dass ein Student plötzlich die Zeit anhalten kann, Materie anfängt zu leben oder Schneemänner zu frieren beginnen.

Mit welchem Ziel?

Herteux: Wieder zurück in der Hölle wird der Protagonist in einer Prüfung daran gemessen, was er auf der Erde geleistet hat. Und dabei geht es um seinen Auf- oder Abstieg. Entweder er besteht oder aber sein künftiges Elend ist vorprogrammiert. Das Schicksal der Menschen, auch „Unterhaltungsobjekte“ genannt, die natürlich temporär ebenfalls Hauptrollen übernehmen, ist ihm dagegen vollkommen egal.

Was für ein Typ ist ihr Protagonist?

Herteux: Typ Aufsteiger. Er will seine Situation verändern, dabei gibt er sich anfangs devoter, als er wirklich ist. Im Laufe des Buches wird er aber mutiger und offenbart seine eigentlichen Pläne.

Die da wären?

Herteux: Die Welt aus den Angeln zu heben. Man sollte sich auch von Klischees verabschieden: Dieser Teufel hat keine Hörnchen oder Ziegenfuß, ist nicht böse, sondern nur ein Wesen mit Zielen.

Schafft er die?

Herteux: Das verrate ich natürlich nicht. Aber so viel sei gesagt: Es gibt auch noch einen zweiten Teil der Geschichte. Der erscheint aber frühestens Anfang 2015.

Der Protagonist wird ja ins Frankenland entsendet. Merkt man das im Buch?

Herteux: Wenn man es weiß: ja. Die Handlung spielt zum Teil in einem fiktiven Ort mit dem Namen „Rodringbach“. Der Name ist eine Zusammensetzung aus realen Dorfnamen. Teile spielen aber auch in einer Kleinstadt und einer größeren Stadt. Ich habe zunächst überlegt, die Orte Marktheidenfeld und Würzburg zu nennen, mich aber dagegen entschieden. Aber auch das Titelbild ist fränkisch. Das Bild stammt aus einer Kreuzigungsgruppe stehend auf einem Friedhof hier in der Region. Mehr will ich aber nicht verraten.

Wie viel Franken steckt noch im Buch?

Herteux: Ich habe auch einige regionale Sagen mit eingebracht oder neue erschaffen. Zum Beispiel die Entstehung der Kreuzigungsgruppe oder die Geschichte eines Bildstocks, von dem man sagt, bis zu ihm hätte einmal der Teufel einen Bauern verfolgt. Ich habe die Sage in meinem Buch ein wenig umgemünzt. Mein Protagonist ist in die Rolle des verfolgenden Teufels geschlüpft und hatte an besagtem Bildstock einfach keine Lust mehr auf die Verfolgungsjagd.

In welcher Zeit spielt das Buch?

Herteux: Größtenteils im Hier und Jetzt. Gelegentlich in der Vergangenheit. Zeit ist tendenziell ein menschliches Problem.

Woher kam die Idee zu dem Roman?

Herteux: Die Idee ist eigentlich schon uralt, manche Elemente im Buch habe ich schon zu Jugendzeiten geschrieben. Dass ich das Buch jetzt konkret angegangen bin, liegt an dem ersten Buch, dass ich geschrieben habe. Ich hatte einfach Lust, noch eins zu schreiben.

Sie sind hauptberuflich Leiter einer Verkaufsregion einer Versicherung. Wie lange haben Sie am Buch gearbeitet?

Herteux: Ungefähr ein Jahr. Ich habe am Wochenende und im Urlaub geschrieben. Gott sei Dank kann ich mir Details gut merken, so dass ich Ideen, die mir zwischendurch kamen, später einflechten konnte.

Was lesen Sie am liebsten?

Herteux: Eigentlich lese ich weniger Romane und mehr Sachbücher, historische Schriften oder Biografien, als letztes ein paar Werke von Platon.

Der Roman „Aus dem Leben des Teufels“ ist als Taschenbuch, mit einer Hardcover-Bindung und als E-Book erschienen und kann im örtlichen Buchhandel oder im Internet bestellt werden. Mehr Informationen und einen Trailer zum Buch gibt es im Internet unter www.youtube.com/watch?v=5zCiRS8MhLI (Trailer) und www.facebook.com/AndreasHerteux

Der Autor

Andreas Herteux wurde 1981 in Lohr am Main geboren. Er wuchs in Roden auf und wohnt in Karbach. An der Hochschule Aschaffenburg studierte er Betriebswirtschaftslehre und Recht. Herteux ist verheiratet und für ein großes Versicherungsunternehmen tätig. 2013 erschien sein erstes Buch, ein Sachbuch mit dem Titel „Identitätsorientierte Führung einer politischen Marke. In der Theorie und am Beispiel der Freien Demokratischen Partei (FDP)“.

Sein zweites Buch vorgelegt: In seinem Roman „Aus dem Leben eines Teufels“ hat Andreas Herteux auch Sagen und Schauplätze aus der Region eingeflochten.
Foto: Lucia Lenzen | Sein zweites Buch vorgelegt: In seinem Roman „Aus dem Leben eines Teufels“ hat Andreas Herteux auch Sagen und Schauplätze aus der Region eingeflochten.
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