Wombach

Tod einer Wombacher Institution

Karl Endres vor drei Jahren kurz vor seinem 80. Geburtstag.
Foto: Gabi Nätscher | Karl Endres vor drei Jahren kurz vor seinem 80. Geburtstag.

Jahrzehntelang war er für die Belange des Wombacher Vereinsheims zuständig. Überhaupt war Vereinsarbeit sein Leben und in Wombach kannte ihn jeder. Bereits am 27. August verstarb Karl Endres nach langer schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren im Lohrer Krankenhaus im Kreise seiner Familie.

Bedingt durch einen mehrwöchigen Krankenhaus- und Rehaaufenthalt seiner Ehefrau findet die Urnenbeisetzung erst jetzt statt. "Karl war handwerklich begabt, fleißig, strebsam und hilfsbereit. Außerdem hat er Bewegung geliebt und alles, was mit Sport zu tun hat", wird er von seiner Ehefrau beschrieben. So kann man auch gleich verstehen, wie er sein ganzes Herzblut und endlos viel Zeit in das Vereinsheim in seinem Geburtsort Wombach und den Sport gesteckt hat. Im Vereinsheim war er der "gute Geist", der für alles zuständig war und für jedes Problem eine Lösung hatte.

Beim Bau des Vereinsheims geholfen

Noch mit über 70 Jahren kümmerte sich Karl Endres um die gesamte Getränkeversorgung bei den oft auch sehr großen Veranstaltungen. Außerdem sorgte er für die Pflege und Erhaltung des viel benutzten Fußballplatzes, so lange er gesundheitlich konnte. Schon beim Bau des Vereinsheims bis 1967 war Endres mit seiner ganzen Kraft dabei gewesen.

Von 1965 bis 2007 war Karl Endres Kassier bei der DJK Wombach, seinem "wichtigsten Verein". Denn sportlich war Fußball seine große Leidenschaft, schon als Kind spielte er in verschiedenen Mannschaften mit. Am 24. Juni 1962 war Endres auch als Gründungsmitglied der DJK Wombach dabei und hatte auch zur ersten Mannschaft Wombachs gehört, die am offiziellen Spielbetrieb teilnahm (1963). Und auch zur ersten Mannschaft, die eine Meisterschaft holte (1969).

Viele Auszeichnungen

Selbst als "Alter Herr" spielte er noch weiter bei der DJK Wombach Fußball. 1991 wurde er bei der DJK zum Ehrenmitglied ernannt. Eine weitere wichtige Auszeichnung war die Verdienstmedaille des Landkreises Main-Spessart in Silber (verliehen 1988) und in Gold (2004) für "Verdienste und Leistungen in gesellschaftlichem und kulturellem Bereich". Auszeichnungen gab es auch für Verdienste beim Siedlerbund und dem Bayerischen Chorverband. Denn über 50 Jahre lang war Endres aktiver Sänger im Wombacher Gesangverein gewesen, über 60 Jahre auch Mitglied bei der RV Viktoria und über 40 Jahre Mitglied beim Kindergartenverein St. Franziskus. Auch beim Wombacher Musikverein und dem KCW war der Verstorbene Mitglied. So lange Endres noch konnte, lief er auch stets bei den Wombacher "Mittwochswanderern" mit.

Karl Endres hinterlässt eine Ehefrau, drei Kinder und vier Enkel. Am Freitag, 15. Oktober, beginnt um 14.30 Uhr der Trauergottesdienst in der Wombacher Rundkirche. Anschließend findet die Urnenbeisetzung auf dem Lohrer Friedhof statt.

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