Marktheidenfeld

Trauer um Dagobert Strauch: aktiv für BRK, KKS und Freie Wähler

Die Liste der Verdienste des im Alter von 91 Jahren gestorbenen Altfelders ist lang – war er doch nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch im Vereinsleben engagiert.
Wurde 91 Jahre alt: Dagobert Strauch aus Altfeld, langjähriger Gemeinde- und Stadtrat.
Wurde 91 Jahre alt: Dagobert Strauch aus Altfeld, langjähriger Gemeinde- und Stadtrat. Foto: Martin Harth

Der Krieg hat den mit zwei Geschwistern in Berlin aufgewachsenen Dagobert Strauch nach Altfeld verschlagen. Sein Kamerad Karl Hoh nahm den 17-Jährigen aus dem Gefangenenlager mit nach Hause - ein Glücksfall für die Gemeinde. Strauch wurde 91 Jahre alt, war vielseitig engagiert. Am  20. Juni ist er gestorben.

Der Neubürger fand sich schnell ein, wurde wegen des eigenartigen Vornamens bald nur noch Robert genannt und arbeitete in der Landwirtschaft, in der Ziegelei und bei der Martinsbräu, bevor er 1956 Rettungssanitäter beim Roten Kreuz wurde. Der Ehe mit Maria Gerberich, die er 1950 heiratete, entstammen zwei Söhne.

Von 1973 bis 1981 war Strauch Kreiskolonnenführer, engagierte sich von 1977 bis 1993 als Vorsitzender im Bezirksausschuss Unterfranken, gehörte ebenso lange dem Landesausschuss Sanitätskolonnen an und wurde Chef der Bayrischen Motorradstreifen. "Ich bin durch und durch ein Rot-Kreuz-Mann", sagte er einmal von sich. Auch den Seniorenclub des BRK leitete er in Marktheidenfeld. Kaum eine Ehrung, die er nicht bekam, so die Ehrenplakette des BRK in Gold und das Bundesverdienstkreuz am Band.

Beim Schützenverein KKS Altfeld war er nicht weniger aktiv. Fast 35 Jahre war er im Vorstand, davon 14 Jahre als Vorsitzender.  Der Altschützenmeister erhielt die Ehrennadel in Gold und für 60 Jahre Mitgliedschaft die Ehrenurkunde und Treuenadel des Bayerischen Sportschützenbundes, wo er auch auf Gauebene als Kassenprüfer wirkte.

Kommunalpolitisch engagierte sich Dagobert Strauch von 1960 bis 1966 und nochmals von 1972 bis 1975 im Gemeinderat von Altfeld. Den Anschluss an Marktheidenfeld hat er mit herbeigeführt und den neuen Stadtteil von 1976 bis 1978 und von 1979 bis 1984 im Stadtrat vertreten. 2001 wurde er, der sich lange noch im Seniorenbeirat als stellvertretender Vorsitzender einbrachte, mit der Verdienstmedaille der Stadt ausgezeichnet. Seine politische Heimat waren die Freien Wähler, die ihn zum Ehrenmitglied ernannten.

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