Uettingen

Uettingen beschließt Haushalt für 2021

In seiner jüngsten Sitzung widmete sich der Gemeinderat Uettingen dem Thema Bedarfsplanung Kindergartenplätze. Zurzeit verfügt der Kindergarten der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Uettingen über zwölf genehmigte Plätze in einer Kleinkindgruppe und 50 genehmigte Plätze für Kinder von 2,5 Jahren bis Schuleintritt. Aktuell besuchen 16 Uettinger Kinder auswärtige Kindertagesstätten.

Der Geburtendurchschnitt der letzten zehn Jahre liegt in der Gemeinde Uettingen bei 26,1 Kindern. Seit dem 1. August 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder ab einem Jahr. Angesichts der momentanen Anmeldezahlen und Wartelisten sowie der zu erwartenden Zuzüge aufgrund neuer Baugebiete reichen die zur Verfügung stehenden Plätze für die Zukunft nicht aus.

Laut Kindergartenaufsicht ist bei der Ermittlung des Bedarfs an Kindergartenplätzen rein rechnerisch von 3,5 Jahrgängen auszugehen. Hieraus ergibt sich ein Bedarf von 90 Plätzen. Unter Berücksichtigung des geplanten Baugebiets und privater Planungen im Geschosswohnbau beschlossen die Räte die Heraufsetzung des zukünftigen Bedarfs auf 100 Plätze. Der zukünftige Bedarf an Krippenplätzen liegt bei 50 Plätzen. Somit wäre ein Neubau einer Kindertageseinrichtung durch das Diakonische Werk Würzburg als bedarfsgerecht und rechtskonform anzusehen.

Die Tagespflege spielt in der Gemeinde Uettingen eine eher untergeordnete Rolle im Vergleich zu anderen Einrichtungen. Ein Defizit besteht bei der Tagespflege von Kindern im Alter von null bis einem Jahr. Aktuell hat Uettingen keine Tagesmutter. Der Schulverband Helmstadt bietet Plätze für die Mittagsbetreuung an.

Der Bedarf an Kinderhorten war in den vergangenen Jahren eher gering. Ab dem Jahr 2025 wird es voraussichtlich einen Rechtsanspruch für alle Grundschulkinder auf einen Bildungs- und Betreuungsplatz geben.

Haushaltssatzung 2021

Die Gemeinderäte beschlossen außerdem die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan für das Jahr 2021. Das gesamte Haushaltsvolumen für 2021 liegt bei 7 876 743 Euro (Verwaltungshaushalt: 4 168 101 Euro, Vermögenshaushalt: 3 708 642 Euro). Eine Zuführung in Höhe von 708 233 Euro aus dem Vermögenshaushalt zum Verwaltungshaushalt ist notwendig. Die Gründe hierfür sind der Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen und, aufgrund einer hohen Steuerkraft im Jahr 2019, fehlende Schlüsselzuweisungen und ein Anstieg der Kreisumlage.

Die Brutto-Gewerbesteuereinahmen lagen 2020 bei 871 175 Euro, für 2021 rechnet die Gemeinde mit deutlich niedrigeren Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 394 000 Euro (brutto).

Die Rücklagen lagen zum 31. Dezember 2020 bei 1 707 226 Euro. Für 2021 ist eine Entnahme von 1 140 485 Euro geplant. Damit ergibt sich ein Rücklagenstand zum 31. Dezember 2021 von 566 741 Euro.

Der Schuldenstand zu Beginn des Jahres 2021 lag bei 1 Million Euro. Für 2021 ist eine erneute Kreditaufnahme in Höhe von 2 Millionen Euro vorgesehen.

Die planmäßige Kredittilgung liegt bei 53 336 Euro, so dass der Schuldenstand zum Ende des Jahres 2021 bei 2 946 664 Euro liegen wird. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1586 Euro (Landesdurchschnitt: 592 Euro).

Bei der Abwasserbeseitigung ergab sich im Jahr 2020 ein Defizit in Höhe von minus 59 028 Euro. Die Bestände der Sonderrücklagen lagen Ende 2020 beim Schmutzwasser bei minus 21 388 Euro und beim Niederschlagswasser bei minus 16 596 Euro. Der Bestand der Sonderrücklage für die Wasserversorgung wurde zum Jahresende 2020 mit minus 7999 Euro festgestellt. Für den nächsten Kalkulationszeitraum (1. Juli 2022 bis 30. Juni 2025) ist mit steigenden Gebühren zu rechnen.

Des Weiteren beschlossen die Gemeinderäte den Finanzplan 2020 bis 2024. In den Jahren 2020 bis 2021 sind Kreditaufnahmen in Höhe vom insgesamt drei Millionen Euro geplant.

Bauanträge und Kindergartenträger

Drei Bauanträgen erteilte der Gemeinderat außerdem das gemeindliche Einvernehmen. Hierbei handelt es sich um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage Ecke Obertorstraße/Münchener Straße, den Umbau eines Zweifamilienhauses in der Würzburger Straße 19 zu einem Dreifamilienhaus und den Neubau eines Doppelhauses mit Carport in der Kirchbergstraße 15.

Die Trägerschaft des Kindergartens der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in der Schäfergasse wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt an das Diakonische Werk Würzburg übergehen.

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