Steinfeld

Verbesserung der Wasserversorgung

DerTrinkwasser-Hochbehälter in Waldzell stammt aus den 1930er Jahren. Er soll durch einen Neubau ersetzt werden.
Foto: Wolfgang Dehm | DerTrinkwasser-Hochbehälter in Waldzell stammt aus den 1930er Jahren. Er soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Vor zehn Jahren gab es erste Überlegungen zur Erneuerung des aus den 1930er Jahren stammenden Trinkwasser-Hochbehälters in Waldzell und eine Anbindung dieses Hochbehälters an die Hausener Quelle "Dicker Busch", die Steinfeld und Hausen mit Wasser versorgt.

Da die Gemeinde zwischenzeitlich aber zunächst einmal die Gesamtkläranlage in Hausen auf den neuesten Stand brachte, rutschte das Waldzeller Projekt nach hinten. Im Frühjahr 2019 wurde es wiederaufgenommen und das Ingenieurbüro Baurconsult mit der Aktualisierung des Entwurfs aus dem Jahr 2010 beauftragt.

Diese Aktualisierung stellte Tobias Harloff in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch vor. Demnach soll der neue Hochbehälter 300 Kubikmeter Wasser fassen, aufgeteilt in zwei gleichgroße Kammern. Der bestehende Hochbehälter hat ein Speichervolumen von 260 Kubikmetern.

Zwei Liter pro Sekunde

Die Anschlussleitung, die den neuen Hochbehälter mit der Quelle "Dicker Busch" verbindet, soll rund 1,5 Meter tief in der Erde verlegt werden und so ausgelegt sein, dass durch sie zwei Liter Wasser pro Sekunde gepumpt werden können.

Laut Harloff ist vorgesehen, dass der neue Waldzeller Hochbehälter zu 80 Prozent mit Wasser aus dem Waldzeller Tiefbrunnen gefüllt wird, 20 Prozent sollen seinen Worten nach aus der Quelle "Dicker Busch" kommen. Von dort soll voraussichtlich zweimal pro Woche gepumpt werden.

Die Kosten für das Projekt bezifferte Harloff mit rund 2,25 Millionen Euro netto. Davon entfallen 1,17 Millionen auf den Anschluss des Waldzeller Hochbehälters an die Quelle "Dicker Busch" und 1,08 Millionen auf den Hochbehälter-Neubau. Wie zu hören war, soll mit relativ hohen Zuschüssen zu rechnen sein.

Auf Nachfrage von Theobald Herrmann (FW) sagte Harloff, dass die beiden Wasserspeicher im neuen Hochbehälter aus Stahlbeton hergestellt werden sollen. Als Herrmann Edelstahl als Baumaterial ins Spiel brachte, sagte Harloff, beide Varianten unterschieden sich kaum bezüglich Lebensdauer und Hygiene.

Kein Edelstahl

Als daraufhin Bürgermeister Günter Koser (CSU) einen Preisvergleich forderte, machte Harloff deutlich, dass die ganze Planung noch einmal von vorne begonnen werden müsse, sofern Edelstahl gewünscht werde. Damit war diese Variante gestorben. Günter Siegl (CSU), der als Bauhofleiter auch für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde zuständig ist, ergänzte, dass er von einer Fachfirma gesagt bekommen habe, dass Wasserspeicher aus Beton besser zu reinigen seien als solche aus Edelstahl.

Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung im Oktober soll Harloff noch klären, ob die Anschlussleitung nicht auf kürzerem Weg verlegt werden könnte. Zudem will der Gemeinderat wissen, wie im Rahmen einer Notfallversorgung der Rücktransport von Wasser aus dem Hochbehälter Waldzell in die Wasserversorgung von Steinfeld und Hausen erfolgen solle. Mit der Feuerwehr will der Bürgermeister bis dahin klären, ob es sinnvoll wäre, an der Anschlussleitung einen Hydranten zur Entnahme von Löschwasser anzuschließen.

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