Glasofen

MP+Vereine in Unterfranken: Wie im Spessart ein Traditionshandwerk bewahrt wird

Der Köhlerverein aus dem Marktheidenfelder Stadtteil Glasofen stellt noch selbst Holzkohle her. Warum die zunehmende Trockenheit dabei künftig Probleme machen könnte.
Holzkohlenernte in Glasofen im Landkreis Main-Spessart. Nach einer Woche kann der Meiler geöffnet und die Holzkohle entnommen werden. Sie findet in der Region reißenden Absatz.
Foto: ArchivMartin Harth | Holzkohlenernte in Glasofen im Landkreis Main-Spessart. Nach einer Woche kann der Meiler geöffnet und die Holzkohle entnommen werden. Sie findet in der Region reißenden Absatz.

Gibt es Ortschaften mit einem eigenen Geruch? Für den Marktheidenfelder Stadtteil Glasofen (Lkr. Main-Spessart) kann man diese Frage zumindest Ende Juli mit einem klaren "ja" beantworten. Denn immer wenn um diese Jahreszeit vom örtlichen Köhlerverein der Kohlenmeiler am Waldrand angezündet wird, ziehen helle Rauchschwaden und mit ihnen der "Glasofener Köhler-Duft" durch die Luft.1977 haben sich in dem 450-Einwohner-Dorf mehrere Ehepaare zusammengefunden, um ein altes Traditionshandwerk im Spessart wieder aufleben zu lassen. Zehn Jahre später wurde dann der "Glasf’lder Köhlerverein" gegründet.