Esselbach

Vergabelaune im Esselbacher Gemeinderat

Die Bauarbeiten am neuen Dorfgemeinschaftshaus in Esselbach gehen voran: Das Untergeschoss steht.
Die Bauarbeiten am neuen Dorfgemeinschaftshaus in Esselbach gehen voran: Das Untergeschoss steht. Foto: Daniel Weisner

Mit einer Baustellenbesichtigung startete die jüngste Esselbacher Gemeinderatssitzung. Architekt Georg Redelbach und Bauleiter Walter führten die Gemeinderäte durch die Baustelle des neu entstehenden Dorfgemeinschaftshauses in Esselbach. Bisher laufe alles nach Plan, sagte Redelbach. Bürgermeister Richard Roos ergänzte, dass die Arbeiten im nächsten Jahr abgeschlossen werden sollen. Im Jahr 2022 könnte das Dorfgemeinschaftshaus dann in Betrieb genommen werden. Damit das gelingt, verteilte der Gemeinderat in der anschließenden Sitzung weitere Aufträge:

Den Zuschlag für die Elektroinstallation am Dorfgemeinschaftshaus erhielt die Firma Udo Lermann Technik GmbH für einen Angebotspreis von 149 483 Euro brutto. Zudem wurden die Zimmerei und Dachdeckerarbeiten an die Firma Ehrenfels aus Karlstadt vergeben. Unter Vorbehalt einer noch anstehenden Angebotsaufklärung stimmte der Gemeinderat dem Angebot über 105 000 Euro zu. In der Summe liegen die beiden Beträge rund 50 000 Euro unter den veranschlagten Kosten, stellte Roos zufrieden fest.

Wohngebiet nimmt nächste Hürde

Weiter voran getrieben hat der Gemeinderat auch das neu entstehende Wohngebiet Am Trieb: Der Flächennutzungsplan steht. Nach einer weiteren Beteiligung der Öffentlichkeit hatte keiner der 29 beteiligten Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange noch gravierende Einwände. Eine Absage musste der Gemeinderat jedoch einem privaten Vorbringen erteilen. Der Inhaber eines angrenzenden Grundstückes hätten gerne den Flächennutzungsplan auf sein Anwesen ausgeweitet. Einstimmig lehnte der Gemeinderat diesen Antrag ab. Die Ausweitung würde einer geordneten städtebaulichen Entwicklung widersprechen. Somit wurde der Flächennutzungsplan verabschiedet und wird nun beim Landratsamt eingereicht.

Brückenbuch ist fertig

Ein weiteres langwieriges Projekt konnte abgeschlossen werden. Das Ingenieurbüro Harth erfasste alle gemeindlichen Stützmauern und Brückenbauwerke, untersuchte sie und legte nun die Ergebnisse im sogenannten Brückenbuch vor. Insgesamt befinden sich sieben Brücken im gemeindlichen Besitz, von denen die Brücken Wachengrund und Heinrichsmühle gesperrt sind und das auch bleiben werden. Ansonsten sind kleinere Ausbesserungsarbeiten an den anderen Brücken vorgesehen. Auf einzelne weitere Beschränkungen (Radfahrer absteigen, max. 12 Tonnen, etc.) wird in Zukunft durch entsprechende Schilder hingewiesen.

Sanierung der Alten Schule

Die Sanierung der Alten Schule in Kredenbach läuft an. Zahlreiche Aufträge konnten vergeben werden, sodass die Bauarbeiten zeitnah beginnen können. Im Einzelnen gaben folgende Firmen die wirtschaftlichsten Angebote ab und erhielten die Zuschläge des Gemeinderats:

Abbruch- und Maurerarbeiten: Firma Roland Väth (Kreuzwertheim): 14 303,80 Euro

Zimmerer- Dachdecker- und Klempnerarbeiten: Firma Michael Rudolph GmbH (Zeulenroda-Triebes): 96 365 Euro

Gerüstbauarbeiten: Firma V+A Wagner GmbH (Marktheidenfeld): 7520 Euro

Elektroinstallation: Firma Udo Lermann Technik GmbH (Marktheidenfeld): 63 497 Euro

Innenputz, Maler- und Trockenbauarbeiten: Firma Stahl GmbH & Co. KG (Esselbach): 51 722 Euro

Kunststofffenster: Schreinerei Klaus Väth (Esselbach): 29 452 Euro

Natursteinarbeiten: Firma Hofmann & Stephan Grabmale GbR (Rothenfels): 11 112 Euro

Bauanträge

Gleich drei Bauanträge lagen dem Gemeinderat vor. Zunächst wurde einem Bauvorhaben im Schülersgut die Zustimmung erteilt. Das geplante Einfamilienhaus weiche zwar von den Vorgaben zu Abgrabungen, Stützmauern und der Baugrenze ab, sei dennoch städtebaulich vertretbar. Weiter soll im Schülersgut eine Wohnanlage mit fünf Wohnheiten entstehen. Auch hiergegen hatte das Gremium keine Einwände. Zu guter Letzt wurde noch der Bauantrag zur Nutzungsänderung einer Garage in eine Werkstatt in der Goldbrunnenstraße genehmigt.

In Steinmark wird ein neuer Anbau am Feuerwehrhaus entstehen. Nach Rücksprache mit der Regierung von Unterfranken ist dieses Vorhaben förderfähig. Der Bauantrag wird nun vorbereitet, nachdem die Planungen im März vorgestellt und entsprechend überarbeitet wurden.

Abschließend setzte der Gemeinderat die Mieten für die Nutzung der Turnhalle und anderer gemeindlicher Räume aus, da coronabedingt in den zurückliegenden Monaten kein normaler Betrieb möglich war.

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