Karlstadt

Vhs-Filmauslese zeigt "Juliet, Naked"

Die Burg-Lichtspiele Mühlbach zeigen den Film 'Juliet, Naked' mit Ethan Hawke und Rose Byrne nach dem gleichnamigen Roman von Nick Hornby.
Foto: Prokino Filmverleih GmbH | Die Burg-Lichtspiele Mühlbach zeigen den Film "Juliet, Naked" mit Ethan Hawke und Rose Byrne nach dem gleichnamigen Roman von Nick Hornby.

Die Burg-Lichtspiele Mühlbach zeigen in der Kino-Auslese der Vhs Karlstadt  "Juliet, Naked" am Sonntag, 6., 11.15 Uhr, Montag, 7., Dienstag, 8., und Mittwoch, 9. Januar, jeweils 20 Uhr. Der Film ist freigegeben für alle und dauert etwa 97 Minuten.

Mit „Juliet, Naked“ verfilmte der US-amerikanische TV-Serienspezialist Jesse Peretz den gleichnamigen Erfolgsroman des britischen Bestsellerautors Nick Hornby. Im Mittelpunkt dieser romantischen Komödie über die Liebe zur Musik, gutes und schlechtes Timing, über Zufälle und die Macht des Schicksals steht der Sänger und Songwriter Tucker Crowe. Vor mehr als 25 Jahren hat der einst gefeierte Musiker als letzte Platte das melancholische Album „Juliet“ veröffentlicht, war dann auf mysteriöse Weise abgetaucht.

Seitdem versuchen einige eingeschworene Fans das Geheimnis seines Verschwindens zu lösen. Einer davon ist der englische Unidozent Duncan, Chef eines Tucker-Crowe-Onlineforums, dessen langjährige Beziehung zu seiner Lebensgefährtin Annie mittlerweile etwas auf Sparflamme köchelt. Eines Tages landet eine CD mit den unbearbeiteten Uraufnahmen (im Fachjargon „naked“ genannt) des letzten Tucker-Crowe-Albums in Annies Briefkasten. Sie hört sich die Aufnahmen an und findet das Ergebnis fade: Wie könnten diese kargen Lieder auch besser sein als mehrfach überarbeitete, hochproduzierte Songs.

Duncan hingegen ist beglückt, denn für ihn ist die „Naked“-Version die Essenz des reinen Tucker-Crowe-Feelings. Leider aber hat Annie ihren Verriss bereits auf Duncans Website gepostet, der im fernen Amerika zufällig von Tucker Crowe gelesen wird. Der haust mittlerweile in der Garage seiner letzten Ex-Geliebten, und ehe Annie sich versieht, steht das abgehalfterte Idol ihres Lebensgefährten bei ihr in der Küche. Nun ist es Annie, die sich für den angegrauten Ex-Rocker interessiert, während Duncans grenzenlose Bewunderung auf eine harte Probe gestellt wird.

In der subtilen Art, wie Hornby seine Komödien gestaltet, verfährt auch Regisseur Peretz, der es versteht, Situationskomik mit nachdenklichen Momenten geschickt und spielerisch zu vereinen. Er kann sich auf den Wortwitz verlassen, den Hornby vorgibt und der im Film wunderbar weiterentwickelt wird. Kein Satz, der einfach nur das sagt, was er ausdrücken will, immer gibt es eine witzigere, schrägere Formulierung, Anspielung oder komische Wendung.

Die Rolle des verkrachten, aber liebenswerten Ex-Rockers Tucker Crowe ist Ethan Hawke, selbst ein großer Nick-Hornby-Fan, der sich auch stimmlich einbringt, wie auf den Leib geschrieben. An seiner Seite brillieren die Australierin Rose Byrne als Annie und der Ire Chris O'Dowd als nervig-fanatischer Duncan.

Fazit: eine witzig-lockere romantische Komödie über falsche Lebensentscheidungen und übertriebenen Fankult.

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