Gemünden

Volksverhetzung: 15-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten

Zwei Kurznachrichten mit nationalsozialistischem Inhalt brachten einen 15-Jährigen im Landkreis Main-Spessart vor das Jugendgericht. Der Richter setzte ein Zeichen.
Vor dem Jugendrichter am Amtsgericht Gemünden musste sich ein Schüler verantworten, weil er Nachrichten mit nationalsozialistischem Inhalt an einen Freund verschickt hatte.
Vor dem Jugendrichter am Amtsgericht Gemünden musste sich ein Schüler verantworten, weil er Nachrichten mit nationalsozialistischem Inhalt an einen Freund verschickt hatte. Foto: Michael Mahr
Der Grundgedanke "Wehret den Anfängen" sorgte dafür, dass ein 15-Jähriger aus dem Landkreis Main-Spessart vor dem Jugendrichter antreten musste. Der Beschuldigte hatte zwei WhatsApp-Nachrichten an einen Kumpel geschrieben, so Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen auf Nachfrage der Redaktion. Der Inhalt dieser Nachrichten erfüllte in den Augen der Staatsanwaltschaft den Tatbestand der Volksverhetzung. "Der Führer wünscht dem Kameraden eine störungsfreie Fahrt und ordentlich Gas geben" schrieb der Jugendliche im Dezember 2019 einem Mitschüler.