LOHR

Waldkinder auf der Pirsch

Fleißige Helfer: Die Kinder des Lohrer Waldkindergartens machten sich rund um den Romberg mit roten, blauen und grünen Müllsäcken „auf die Pirsch“, um allerlei Unrat aus dem Wald zu sammeln.
Foto: Waldkindergarten | Fleißige Helfer: Die Kinder des Lohrer Waldkindergartens machten sich rund um den Romberg mit roten, blauen und grünen Müllsäcken „auf die Pirsch“, um allerlei Unrat aus dem Wald zu sammeln.

(agä) Wer am Samstag mit aufmerksamen Augen durch Lohr und Umgebung gegangen ist, dem konnte nicht entgehen, dass überall fleißige Hände aktiv waren, die dem Aufruf zur alljährlichen Aufräumaktion gefolgt waren.

Am gestrigen Montag bot sich das gleiche Bild noch einmal: Rund um den Romberg stapften Kinder mit roten, blauen und grünen Müllsäcken durch das Gehölz. Seit Jahren ist es für den Waldkindergarten e.V. Ehrensache, dem Ruf des Bürgermeisters zu folgen – zumal die Kinder Tag für Tag unmittelbare Nutznießer eines sauberen Waldes sind.

Weder Regen noch Dickicht hielten die Kinder, die mit Eltern und Erzieherinnen unterwegs waren, davon ab, mit sichtlicher Sammelleidenschaft „auf die Pirsch“ zu gehen. Da gab es Freudenjuchzer und gellende Rufe beim Anblick einer leeren Flasche im Laub, da fühlte sich derjenige, der einen Müllsack tragen durfte, den ganzen Morgen gleich um Zentimeter größer angesichts dieser ehrenvollen Aufgabe – und da gab es natürlich auch am Ende eifriges „Schielen“, welche Gruppe den Sack denn wohl am vollsten gesammelt hatte.

Beim gemütlichen Brötchenessen unter der Regenplane nach vollbrachter Arbeit gab es ein einhelliges Fazit: Der Romberg selbst ist auf seinen Wanderwegen erstaunlich sauber! Und nur an Orten mit regelmäßigem Besucherstrom oder an Rastplätzen gab es mehr zu tun.

Für die Kinder, denen der achtsame Umgang mit der Natur während ihrer Kindergartenjahre selbstverständlich wird, war das noch mal eine positive Verstärkung. Sie konnten spüren, dass auch andere den Lebensraum Wald respektieren. Daran ändern auch die Prachtstücke unter den „Sammeltrophäen“ nichts:

Eine zwei Meter lange, schwere Metallleiste, ein altes Autorad samt Felge – und ein blitzblanker Lederfußball, den wohl ein ambitionierter Schütze des Sportvereins statt im Tor im Dickicht des Rombergs versenkt hatte . . . Endergebnis heute: 1:0 für Lohr und die Natur!

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