Marktheidenfeld

Wechsel beim Landschaftspflegeverband Main-Spessart

Wenn Wiesen weniger oft gemäht werden, kommt dies den Insekten zugute.
Foto: Wolfgang Dehm | Wenn Wiesen weniger oft gemäht werden, kommt dies den Insekten zugute.

Der Landkreis Main-Spessart habe "beste Voraussetzungen, Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu werden". Dieses Fazit zog die Vorsitzende des Vereins "Landschaftspflegeverband Main-Spessart", Landrätin Sabine Sitter, in der Mitgliederversammlung am Mittwoch in der Marktheidenfelder Main-Spessart-Halle.

Dort verabschiedete sie offiziell den bisherigen langjährigen Geschäftsführer Herbert Kirsch, der dem Verein allerdings als Mitarbeiter erhalten bleibt, und begrüßte Kirschs Amtsnachfolger Stefan Reuter. Reuter, der seit eineinhalb Jahren für den Verband arbeitet und seit 1. Juli die Geschäfte führt, blickte zurück auf zahlreiche Maßnahmen, die im vergangenen und diesem Jahr durchgeführt wurden.

Stefan Reuter ist der neue Geschäftsführer des Vereins 'Landschaftspflegeverband Main-Spessart'.
Foto: Wolfgang Dehm | Stefan Reuter ist der neue Geschäftsführer des Vereins "Landschaftspflegeverband Main-Spessart".

2020 und 2021 wurden ihm zufolge erstmals Rebhuhnbestände im Landkreis Main-Spessart erfasst. Mit den insgesamt festgestellten 42 Revieren habe man noch einen "einigermaßen guten Bestand" im Landkreis. Ebenfalls "ganz gut" sehe es beim Wiesenknopf-Ameisenbläuling aus. Die Verbreitung dieses Schmetterlings sei 2019 auf 97 Hektar im Landkreis festgestellt worden, heuer auf 194 Hektar.

Charlotte Pohse, die seit 1. Juli für den Landschaftspflegeverband arbeitet, betreut Sandlebensräume in Main-Spessart. Es geht bei ihrer Arbeit vor allem um Vernetzung und Erhalt dieser Biotope.

Ihr Hauptgebiet sei die Weidebetreuung, sagte Christiane Brandt, die seit zehn Jahren als Gebietsbetreuerin Muschelkalk im Landschaftspflegeverband tätig ist. Trocken- und Magerrasenflächen seien hauptsächlich durch Beweidung entstanden, erläuterte sie.

Verband besitzt nur rund 20 Hektar Fläche 

Laut Julia Ebert, Projektmanagerin für Bayern-Netz-Natur und seit 1. Juli stellvertretende Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes Main-Spessart, findet auch in diesem Jahr wieder ein Monitoring von Vögeln, Libellen und Heuschrecken statt, diesmal in den Bereichen Eußenheim, Aschfeld, Wiesenfeld und Rohrbach. Durch neuen Grunderwerb besitze der Landschaftspflegeverband jetzt 45 Grundstücke mit zusammen knapp 20 Hektar Fläche, berichtete sie.

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Um "insektenreiche Wegränder" ging es im Bericht von Saskia Becker, die dieses Projekt seit Oktober 2020 betreut. Ziel sei es, dass Wegränder und andere Grünflächen "ökologisch hergestellt werden", beispielsweise dadurch, dass weniger oder zu anderen Zeiten gemäht wird und so Lebensraum für Insekten entsteht. Es gebe allerdings auch Fälle, in denen häufigeres Mähen sinnvoll sei, sagte Becker auf Nachfrage von Ruth Steger, die wissen wollte, wie mit Wiesen, auf denen das giftige Jakobskreuzkraut wächst, verfahren werden soll.

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