Esselbach

Weniger Schulden, mehr Einwohner

Der Solarpark in Esselbach war eines der größten Projekte, die die Gemeinde im Jahr 2016 umgesetzt hat.
Foto: Karsten Fehr | Der Solarpark in Esselbach war eines der größten Projekte, die die Gemeinde im Jahr 2016 umgesetzt hat.

Was mancher Bürgermeister nur aus seinen kühnsten Träumen kennen dürfte, das hat Richard Roos, Ortsoberhaupt von Esselbach, bereits im vierten Jahr in Folge verwirklicht: Seine Gemeinde baut Schulden ab und seine Gemeinde wächst. Das ging aus der Bürgerversammlung am Mittwoch hervor, zu der rund 60 Esselbacher ins Feuerwehrhaus gekommen waren.

„Wir stehen sehr gut da und sind jederzeit handlungsfähig“, kommentierte Roos den Schuldenstand der Gemeinde, der am 1. Januar 2017 knapp 474 000 Euro betrug – das sind immerhin 135 000 Euro weniger als bei seinem Amtsantritt im Jahr 2013. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 228 Euro und somit deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden in Bayern.

Eine „erfreuliche Entwicklung“ sah Roos in der Tatsache, dass Esselbach auch 2016 wieder gewachsen ist: Zehn Todesfällen standen 25 Geburten gegenüber, insgesamt verzeichnete die Gemeinde einen Bevölkerungszuwachs um sieben Bürger auf nunmehr 2091 Einwohner. Verantwortlich dafür war der Ortsteil Kredenbach, in dem heute neun Bürger mehr leben als noch vor einem Jahr. In Esselbach hingegen ist die Bevölkerungszahl (914) gleich geblieben, im Ortsteil Steinmark sogar minimal gesunken (von 488 auf 486).

In seinem Jahresbericht referierte Roos über Projekte und Beschlüsse, die der Gemeinderat in den vergangenen zwölf Monaten getätigt hatte. Zu den größten Baustellen zählten die Errichtung eines Solarparks „Am Trieb“ und die damit verbundene Teilstilllegung der Erdaushubdeponie. Am Friedhof in Esselbach wurde die Außenanlage erneuert, ein Parkplatz angelegt und eine Lautsprecheranlage installiert. Der Abbau der Hochspannungsleitungen über Esselbach ist abgeschlossen.

Eine „gute Nachricht“ nannte Roos die Entscheidung der Firma Automotive, ihren Unternehmenssitz nach Esselbach zu verlagern. Das Industriegebiet „Bärnroth“, in dem der Automobilzulieferer zwei Produktionshallen und ein Bürogebäude baut, sei inzwischen an das schnelle Internet angebunden. Mit der Kanalsanierung in der Kerzenbrunnenstraße, informierte der Bürgermeister, habe man einen „großen Brocken der Schäden im Untergrund“ beheben können. Zudem wurden in einigen Teilen Esselbachs die Gehsteige und die Beleuchtung erneuert.

Unter dem Stichwort „kleine Verbesserungen“ fasste Roos die Sanierung der Verwaltungsräume im Esselbacher Rathaus, die Überdachung der dortigen Bushaltestelle und die Neugestaltung der Bushaltestelle „Am Trieb“ zusammen. Das Feuerwehrhaus in Steinmark erhielt neue Fenster, der Esselbacher Altort eine neue Rinne und der Jugendraum eine Generalsanierung. Darüber hinaus wurde der Goldbrunnen erneuert und die Kanalleitung zwischen Brunnen- und Lindenstraße ausgetauscht.

Zum Abschluss verwies Roos auf laufende und anstehende Projekte. Hierzu zählen der Um- und Ausbau des Esselbacher Kindergartens, dessen neue Kita bereits eröffnet wurde, sowie die Sanierung der Grundschule in Oberndorf, die auch Schüler aus Esselbach besuchen. Weitere Investitionen stehen mit dem Umbau der Freizeitanlage „Weed“, der Sanierung des Steinmarker Rathauses und der Erschließung des Neubaugebiets „Schülersgut“ an. In der ersten Jahreshälfte soll zudem der Mobilfunkmast errichtet und der Waldfriedhof am Trauberg eröffnet werden.

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