Karsbach

Wasser in Weyersfeld wieder einwandfrei

Aktuell wurde das Trinkwasserabkochgebot für den Karsbacher Ortsteil Weyersfeld aufgehoben. Die Beprobung durch den Wasserwart Matthias Reuter und einen Vertreter des Institutes Romeis (Oberthulba), hier im Hochbehälter Weyersfeld, wurde jetzt von zweimal wöchentlich auf einmal in zwei Wochen umgestellt.
Foto: Helmut Hussong | Aktuell wurde das Trinkwasserabkochgebot für den Karsbacher Ortsteil Weyersfeld aufgehoben. Die Beprobung durch den Wasserwart Matthias Reuter und einen Vertreter des Institutes Romeis (Oberthulba), hier im ...

Die Kläranlage und das Kanalnetz mit seinem hohen Fremdwasseranteil werden den Gemeinderat auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Bereits im nächsten Jahr soll im Ortsteil Karsbach direkt vor der Kläranlage ein neues Regenwasserrückhaltebecken entstehen. Nach der Fertigstellung des Beckens will man dann zügig den Neubau der Kläranlage angehen. Darauf verwies Bürgermeister Martin Göbel in seinem Jahresschlussbericht mit Blick in die Zukunft.

"In den kommenden Jahren sind einige größere Investitionen erforderlich", kündigte der Bürgermeister an. Diese Kosten werde man nicht, wie in der Vergangenheit, über den laufenden Haushalt abdecken können. Dafür seien wohl zusätzliche Kreditaufnahmen erforderlich.

Auf Grund der Kamerabefahrung im gesamten Kanalnetz und einer Schmutzfrachtberechnung habe man mit dem Wasserwirtschaftsamt eine neue Vorgehensweise bezüglich der Ergänzung des Abwassernetzes abgestimmt. So können die ursprünglich geforderten Sammelbecken am Kanalende eines jeden Ortsteiles durch ein einziges großes Sammelbecken vor der Kläranlage ersetzt werden. Das erspart Aufwand und möglicherweise Kosten. Dieses Projekt will man nach Vorprüfung durch die Fachbehörden und Beratung im Gremium baldmöglichst ausschreiben.

Abkochgebot aufgehoben

Das Trinkwasser in Weyersfeld muss nun nicht mehr abgekocht werden. "Das Gesundheitsamt hat jetzt das Abkochgebot aufgehoben", berichtete Göbel. Die Untersuchungswerte waren bereits seit Ende Oktober einwandfrei. Keime im Karsbacher Trinkwassernetz waren erstmals im Mai aufgetreten. Die Ursachenforschung gestaltete sich schwierig. "Zu Beginn lag es vermutlich an verschiedenen Bauarbeiten am Trinkwassernetz und einer Hochbehälterreinigung", vermutete der Bürgermeister.

Während nach wenigen Wochen die Werte in den drei Ortsteilen Karsbach, Heßdorf und Höllrich wieder einwandfrei waren, wurden in Weyersfeld weiterhin in Proben vereinzelt Keime festgestellt. Nachdem jetzt auch hier die Werte wieder gut sind, wird die Beprobung nun von zweimal wöchentlich auf einmal in zwei Wochen umgestellt.

Auch die umfangreichen Baumaßnahmen "Im Grabenland" (Schmutzwasserkanal, Trinkwasserleitungen, Erdverkabelung Strom und neue Straßenbeleuchtung) wurden heuer mit Gesamtinvestitionen vorn rund 512 000 Euro abgeschlossen. Bereits im Frühjahr erledigte man die restlichen Arbeiten zum Glasfaserausbau im Rahmen des Höfeprogrammes und baute den Gehweg im Engforstweg aus.

"Nun können alle Haushalte in Karsbach einen Breitbandanschluss mit mindestens 30 Mbit nutzen", sagte Göbel. Da weitere Förderprogramme zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur angekündigt sind, werde man sich auch künftig mit diesen Angeboten und im Rahmen dessen mit Sanierungsmaßnahmen von Straßen und Gehwegen beschäftigen.

Zufahrt fertiggestellt

Im Industrie- und Gewerbegebiet Schönauer Weg ist durch den Ausbau einer weiteren Erschließungsstraße die Zufahrt zum Logistikbetrieb Osma-Werm fertiggestellt. Auf den Ausgleichsflächen wurden 23 Bäume und eine Vielzahl von Sträuchern und Pflanzen gesetzt. Vor der Genehmigung der neu geplanten Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebiets müsse jedoch erst das Konzept für die künftige Abwasserentsorgung geprüft sein, informierte der Bürgermeister in seinem Jahresbericht. Das gelte auch für die Ausweisung eines neuen Wohngebietes.

Bei den diesjährigen Kommunalwahlen kamen fünf neue Gemeinderäte in das zwölfköpfige Gremium. Auch deshalb habe er in den 16 Gemeinderatsitzungen und weiteren Ortsbesichtigungen bestimmte Themen besonders ausführlich darzustellen, sagte Göbel in der Jahresschlusssitzung. Durch offene Diskussionen und konstruktive Zusammenarbeit seien dabei gute Entscheidungen für das Gemeinwohl getroffen worden.

Stellvertretender Bürgermeister Berthold Hautsch dankte in der Jahresschlusssitzung Martin Göbel, auch im Namen das Gemeinderates, für sein engagiertes Wirken. Trotz Corona mussten weiterhin alle Aufgaben erledigt werden. Göbel habe dies mit Weitsicht, Umsicht, zukunftsorientiert und im Umgang mit Behörden und Firmen mit viel Ausdauer getan.

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