Westumgehung brächte kaum Nutzen für „Abseitsräume“ Lohr und Gemünden

Die geplante B 26n ist kein großer Wurf, weder als Westumgehung Würzburgs noch für eine bessere Erschließung des Landkreises. Das ist die Ansicht von Konrad Schliephake. Der Geografie-Professor an der Universität Würzburg bezweifelt angesichts von leeren Staatskassen und sinkendem Verkehrsaufkommen, dass die autobahnähnliche Trasse von der A7 bei Werneck hinunter zur A3 je gebaut wird.
Der Würzburger Geografie-Professor Konrad Schliephake hält anstatt einer B26n für die Erschließung des Landkreises die in der Skizze hinter ihm zu sehende Trassenkombination für sinnvoller: Sie zeigt eine stadtnahe Westumgehung Würzburgs (dicker roter Balken) und eine „Nordspange“ (rote Linie oben) von der A7 bei Werneck nördlich an Karlstadt vorbei in Richtung Gemünden und Lohr.
Foto: FOTO Johannes Ungemach | Der Würzburger Geografie-Professor Konrad Schliephake hält anstatt einer B26n für die Erschließung des Landkreises die in der Skizze hinter ihm zu sehende Trassenkombination für sinnvoller: Sie zeigt eine stadtnahe Westumgehung Würzburgs (dicker roter Balken) und eine „Nordspange“ (rote Linie oben) von der A7 bei Werneck nördlich an Karlstadt vorbei in Richtung Gemünden und Lohr.

Das wurde am Donnerstagabend bei einem Vortrag Schliephakes in Lohr deutlich. Der Wissenschaftler ist mit den Verhältnissen im Landkreis bestens vertraut. In etlichen Studien hat er die Verkehrsströme vor Ort untersucht. Bei seinem Vortrag vor gut 40 Zuhörern im Alten Rathaus in Lohr berief sich Schliephake jedoch nicht auf Zahlen, die er mit seinen Studenten erhoben hat, sondern auf amtliche Statistiken. Diese belegen seiner Aussage nach, dass das Verkehrsaufkommen auch auf unterfränkischen Autobahnen nach vielen Jahren des kontinuierlichen Anstiegs zuletzt gesunken ist. Ein Trend der nach Ansicht ...