Bischbrunn

Wie Corona den Alltag an der Grundschule in Bischbrunn prägt

Rektorin Michaela Neiderer berichtete vom Unterricht in Corona-Zeiten. Die Hoffnung auf Normalität im Herbst ist groß. Doch im Schulverband Bischbrunn gibt es große Zweifel.
Der Schulverband Bischbrunn hat seine Vorsitzenden neu gewählt (von links): Vera Sowa, Horst Wiesmann, Agnes Engeldhardt (1. Vorsitzende), Richard Roos (2. Vorsitzender) und Thomas Stamm.
Der Schulverband Bischbrunn hat seine Vorsitzenden neu gewählt (von links): Vera Sowa, Horst Wiesmann, Agnes Engeldhardt (1. Vorsitzende), Richard Roos (2. Vorsitzender) und Thomas Stamm. Foto: Corbinian Wildmeister

Corona hat das laufende Schuljahr stark geprägt. Das berichtete Schulleiterin Michaela Neiderer bei der Sitzung des Schulverbands Bischbrunn. Als der Freistaat die Schulen im März geschlossen hat, sei man ins "kalte Wasser" geschmissen worden. Aber auch jetzt sei man noch weit entfernt von der früheren Normalität. Die Klassen an der Spessart-Grundschule in Bischbrunn sind derzeit geteilt. Die Schülerinnen und Schüler besuchen daher nur an zwei bis drei Tagen in der Woche den Unterricht. 

"Der Fokus liegt ganz klar auf den Hauptfächern", so Neiderer. Die Kinder sitzen an festgelegten Plätzen, müssen Abstand halten und Gruppenarbeiten gibt es derzeit auch nicht. Das sei "enorm anstrengend" für die Schüler, um 11 Uhr seien sie "platt". Auch Sportunterricht haben die 162 Grundschulkinder in Bischbrunn derzeit nicht. Prinzipiell wäre das erlaubt. Doch Sportunntericht sei unter den derzeitigen Auflagen nicht durchführbar, sagt die Schulleiterin. Diese gingen an der Realität vorbei.

Zweifel an Rückkehr zur Normalität 

Und doch sieht Neiderer auch die positiven Seiten an der Situation. Was die Digitalisierung betrifft, habe die Schule einen "enormen Schub" nach vorne gemacht, zum Beispiel mit Unterricht per Video. An manchen Stellen habe es beim "Homeschooling" aber auch geknirscht, so Neiderer. Die Schule sei größtenteils auf sich selbst gestellt gewesen. Konrektorin Christine Scherg berichtete außerdem, dass man gerade ein Portal teste, über das man Elternbriefe digital verschicken kann. 

Für das kommende Schuljahr gebe es mehrere Szenarien, erklärte Neiderer. Wünschenswert sei natürlich, dass man im Herbst den normale Schulbetrieb wieder aufnehmen kann. Das ist von Seiten des Kultusministeriums momentan auch so geplant. Zweifel daran, dass alle Kinder wieder gleichzeitig in die Schule dürfen, äußerte Esselbachs Bürgermeister Richard Roos bei der Sitzung des Schulverbandes und löste damit eine lebhafte Diskussion aus. 

Lerhramtsstudenten an die Grundschule Bischbrunn?

Wenn im September das neue Schuljahr beginnt, könne es nicht weitergehen wie jetzt, betonte Roos. Den Kindern fehle momentan ein strukturierter Alltag. Sie müssten im Herbst dringend wieder täglich in die Schule gehen, so Esselbachs Bürgermeister – auch wenn die Klassen wegen des Infektionslage weiterhin geteilt bleiben müssen. Auf den Einwand von Schulleiterin Neiderer, dass ihr dafür nicht ausreichend Personal zu Verfügung steht, schlug Roos vor, Lehramtsstudenten einzusetzen.

Schließlich einigten sich die Verbandsräte und die Schulleitung darauf, dass man auf die Lösung dieses Problems nur bedingt Einfluss hat. Marktheidenfelds Bürgermeister Thomas Stamm versprach aber, die Sorgen des Schulverbands Bischbrunn zeitnah an die Arnsteiner Staatsekretärin Anna Stolz weiterzugeben. Bei der Neuwahl der Verbandsvorsitzenden wurde Agnes Engelhardt einstimmig zur ersten Vorsitzenden wiedergewählt. Auch auf Richard Roos als ihren Stellvertreter konnten sich alle einigen. 

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