Helmstadt

Wie es mit der Jugend-Sozialarbeit in Helmstadt weitergeht

Der Markt Helmstadt hatte beim Schulverband angefragt, ob es möglich sei, dass die örtlichen Vereine die Schulturnhalle in den Wintermonaten für den Kinder- und Jugendfußball nutzen können. In der vergangenen Sitzung beschloss der Schulverband einstimmig, diesem Anliegen zunächst für das kommende Wintervierteljahr versuchsweise nachzukommen. Voraussetzung ist, dass die Halle nur mit Hallenschuhen und -bällen genutzt wird.

Um Reinigungs- und Hygieneproblemen bei den Sanitäranlagen vorzubeugen, soll der Zugang für die Vereinsnutzung ausschließlich über die gemeindliche Hans-Böhm-Halle erfolgen und es dürfen nur die dort vom Markt Helmstadt zur Verfügung gestellten Toiletten und Umkleideräume genutzt werden. Die Mietberechnung kann erst nach Abschluss des Förderverfahrens "Generalsanierung Schulturnhalle" erfolgen.

Für den neuen Hallenboden und die Raumfliesen im Sanitärbereich der neuen Schulturnhalle werden professionelle Reinigungsmaschinen benötigt. Die Schulverbandsversammlung beschloss, bei der Firma Schneider Hygienetechnik eine Aufsitz-Scheuersaugmaschine für den Hallenboden (6900 Euro) und für die Fliesen im Sanitärbereich eine Bürstwalzenmaschine (1911 Euro) zu bestellen.

Zukunft der Jugendsozialarbeit an Astrid-Lindgren-Schule

Die seit September 2015 an der Astrid-Lindgren-Schule tätige Jugendsozial-Fachkraft Jenny Schulze war in der Sitzung verhindert. Sie hatte der Schulverbandsversammlung aber zuvor einen Bericht zur Entwicklung der Jugend-Sozialarbeit (JaS) zukommen lassen. Schulze kümmert sich um die Lösung von Problemen im Bereich Jugend-Familie-Schule und vermittelt weiter zu den zuständigen externen Stellen.

In ihrem Bericht stellte Schulze fest, dass die Probleme in den letzten Jahren eher zugenommen haben. Themen sind unter anderem Mobbing, Angst vor Lehrern, Eltern-Schüler-Konflikte, ADHS, Disziplin-Probleme, Verhaltensauffälligkeiten, Gewalt und Aggression im Elternhaus, familiäre Krisen, Migrationsprobleme oder auch Drogenmissbrauch.

Mit diesem Hintergrund hatte Schulze bei der Schulverbandsversammlung angefragt, ob es möglich sei, ihre Halbtagsstelle auf eine höhere Stundenzahl auszuweiten. Aktuell liegen die Kosten für die Stelle bei insgesamt 32 000 Euro, wovon 8180 Euro staatlich gefördert werden.

Erfolg der Arbeit ist spürbar

Klaus Beck aus Holzkirchen bedauerte, dass Schulze nicht anwesend war, da er sich für die Entscheidung für oder gegen eine Stundenausweitung Zahlenwerte zum Erfolg der JaS wünschte. Schulleiterin Michaela May konnte keine Zahlen nennen, betonte aber: "Wir merken sehr wohl, dass das, was Frau Schulze macht, Erfolg hat. Ich sehe das an den Einzelfällen: Die Eltern nehmen die Vorschläge an und die Kinder zeigen ein verändertes Verhalten."

Der Vorsitzende Heiko Menig erläuterte, dass ein Grund für den erhöhten Bedarf an Jugendsozialarbeit ein steigendes Mietniveau in der Stadt ist, weshalb mehr Sozialfälle in die Außenbereiche ziehen. Es stelle sich allerdings die Frage, ob diese Arbeit nicht vielmehr Aufgabe des Staates als des Schulverbands ist.

Die Schulverbandsversammlung stellte den Beschluss zur Entscheidung über eine Stundenerhöhung für die JaS zurück und möchte sich Anfang 2020 mit Schulze treffen, um genauere Informationen zur Erfolgsquote ihrer Arbeit zu erhalten.

Offener Ganztag geht weiter

Für das Schuljahr 2019/2020 wird das Angebot für den Offenen Ganztag (OGTS) an der Astrid-Lindgren-Schule fortgeführt. Es wurden sechs Kurzgruppen, eine OGTS-Gruppe mit erhöhtem Fördersatz (Jahrgangsstufen eins und zwei) und eine OGTS-Gruppe ohne erhöhten Fördersatz (Jahrgangsstufen drei und vier) beantragt.

Die Gesamtaufwendungen für das Schuljahr 2019/2019 werden mit 155 800 Euro kalkuliert, die Förderung durch die Regierung liegt bei 137 700 Euro. Der vom Schulverband an den Freistaat Bayern zu zahlende Mitfinanzierungsanteil liegt bei 45 900 Euro. Das vom Schulverband an die AWO als Kooperationspartner zu zahlende Defizit liegt voraussichtlich bei 12 380 Euro. Im Schuljahr 2018/2019 lag das Defizit bei 15 740 Euro. Der Betrag wurde der AWO bereits erstattet.

Zusätzliche Schulbusse ab Böttigheim

Ab Februar 2020 wird für die Strecke Böttigheim-Neubrunn-Helmstadt-Waldbüttelbrunn morgens ein zusätzlicher Schulbus eingesetzt. Der Bus fährt wie folgt: Böttigheim 7.15 Uhr, Neubrunn Geiersberg 7.22 Uhr, Neubrunn Rathaus 7.23 Uhr, Helmstadt An der Waage 7.29 Uhr, Helmstadt Hochstattstraße 7.30 Uhr und Waldbüttelbrunn Schule 7.45 Uhr.

Die Direktorin der Astrid-Lindgren-Schule Michaela May regte an, auf Elternwunsch die Bushaltestelle in Holzkirchen in die Alte Straße zu verlegen. Die Busunternehmen sollen die Machbarkeit prüfen und Bericht erstatten.

Förderungen für Schulen und Glasfaserausbau

Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus bietet ein Förderprogramm für die digitale Bildungsstruktur an bayerischen Schulen, den "DigitalPakt" an. Der Schulverband wird einen Antrag auf die entsprechende Förderung einreichen. Zu erwarten ist ein Förderbetrag von 115 728 Euro.

Für die Herstellung eines Glasfaseranschlusses einschließlich Netzabschlusseinheit erhält die Astrid-Lindgren-Schule eine Förderung von 50 000 Euro. Die Maßnahme wird durch die Firma T-Systems international GmbH ausgeführt. Die Kosten liegen bei 58 709 Euro.

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