Karlstadt

Wie sich Schülerzahlen im Landkreis Main-Spessart entwickeln

Mobile Luftreinigungsgeräte für 41 Klassenzimmer: Bei der Auftragsvergabe im Bauausschuss des Kreistags gab es aber auch eine kritische Anmerkung wegen der Anschaffung.
Symbolbild Unterricht
Foto: Matthias Balk | Symbolbild Unterricht

In 41 Klassenzimmern der Kreisschulen werden mobile Luftreinigungsgeräte Einzug halten. Der Ausschuss für Bauen, Energie, Bildung und Kultur des Kreistags vergab in Karlstadt einstimmig einen Auftrag über die Lieferung der mobile Luftreinigungsgeräte an die Firma Camfil aus Reinfeld zum Preis von 65 300 Euro. Wie der amtierende Landrat Christoph Vogel erklärte, wird der Kauf als Investition für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen vom Freistaat Bayern gefördert.

Die Geräte sind für Unterrichtsräume bestimmt, in denen nicht ausreichten gelüftet werden kann. Zu dieser Beschaffung habe es bei einem Pressegespräch der letzten Tage ein Missverständnis gegeben. Die Auftragsvergabe war kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden.

Kreisrat Dirk Rieb sah die Beschaffung der Luftreiniger kritisch. Laut Umweltbundesamt sei nicht nachgewiesen, dass diese Corona-Viren aus der Luft filtern können. Zudem werde damit etwa ein Luftumwälzrate von 3,5 je Stunde erreicht, während beim Lüften bis zu 20 möglich sei. Deshalb bleibe der Mund-Nasen-Schutz und auch die Kohlendioxid-Messung sehr wichtig. Gleichwohl stimmte aber auch Rieb für die Anschaffung.

Weniger Auszubildende und damit weniger Berufsschüler

Bei der Vorstellung der Schülerzahlen, die einmal im Jahr erfolgt, bezeichnete Sachgebietsleiter Sebastian Gehret die Fach-/Berufsoberschule in Marktheidenfeld als einen Gewinner der Pandemie. Mit 354 Schülern hat sie einen Zuwachs von 27, während die Zahl der Berufsschüler um 93 auf 1663 zurück ging. In Karlstadt sank die Schülerzahl von 1043 auf 1007, in Lohr noch stärker von 713 auf 656. Grund ist ein entsprechender Rückgang bei neuen Ausbildungsverhältnissen. Im unterfränkischen Vergleich kam Main-Spessart laut Sebastian Gehret aber am besten weg.

Leicht rückläufig sind die Schülerzahlen auf den Realschulen, 2313 Schüler sind 51 weniger als vor einem Jahr. Während es in Gemünden mit 352 Schülern gar keinen und in Karlstadt mit 529 Schülern nur einen Rückgang um zwei gab, sank ihre Zahl in Markheidenfeld um 22 auf 619 und in  Lohr um 20 auf 386, Arnstein lag mit sieben Schülern weniger und insgesamt 427 dazwischen. Erstmals ist auch die Florentini-Realschule in Gemünden (Kreuzschwestern) bei den Schülerzahlen berücksichtigt, dort sind es 301. Generell erlebten die Realschulen mit der Einführung der R6 im Jahr 2000 einen Schub, seit 2010 macht sich die demografische Entwicklung durch einen Abwärtstrend bemerkbar.

Schülerzahlen an Gymnasien und Förderzentren

Eine Steigerung um 46 auf 2340 Schüler ist bei den Gymnasien zu verzeichnen. Das Johann-Schöner-Gymnasium in Karlstadt besuchen mit 804 Schülern dieses Jahr 18 Mehr, das Balthasar-Neumann-Gymnasium in Marktheidenfeld mit 616 Schülern 16 mehr. Um elf auf 379 Schüler stieg die Zahl beim Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden, um einen auf 541 Schüler beim Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium in Lohr. Das Florentini-Gymnasium in Gemünden hat aktuell 202 Schüler. Generell gab es bei den Gymnasien in den Nuller-Jahren einen Aufwärtstrend, seit 2011 sinken auch hier die Schülerzahlen nahezu kontinuierlich.

Bei den Förderzentren gibt es einen Rückgang um neun auf 367 Schüler. Minus acht und 198 Schüler heißt es beim Förderzentrum West (Lohr und Marktheidenfeld), minus eins und 169 Schüler beim Förderzentrum Ost (Karlstadt und Gemünden). Diesen Rückgang bezeichnete Sebastian Gehret als erfreulich, weil er nach seinen Worten auch auf funktionierende Inklusion (Unterrichtung von gehandicapten Kindern in der Regelschule) zurückzuführen sei.

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