Triefenstein

Wildes Parken sorgt immer wieder für Ärger

Idyllisches Gelände an der Homburger Mainlände nahe der Bischbach-Mündung, wo immer wieder wild geparkt wird. Das Areal befindet sich im Eigentum des Bundes.
Foto: Günter Reinwarth | Idyllisches Gelände an der Homburger Mainlände nahe der Bischbach-Mündung, wo immer wieder wild geparkt wird. Das Areal befindet sich im Eigentum des Bundes.

Die Fraktion "SPD-Unabhängige Liste" wollte in der letzten Gemeinderatssitzung eine Maßnahme auf den Weg bringen, die manchem Homburger auf den Nägeln brennt. Ihr Vorsitzender Christoph Müller beantragte in einem Schreiben an Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock und den Gemeinderat eine Neuordnung der Parksituation an der Mainlände, dort wo wildes Parken immer wieder für ein Ärgernis sorgt.

Konkret bezieht sich der Fraktionsvorsitzende auf den Ortseingang aus Richtung Lengfurt, wo Radfahrer, Camper rechts und links des Radweges am Rande der Bischbach-Mündung ihren fahrbaren Untersatz abstellten und wo außerhalb der Winterzeit "dauerhaft drei bis fünf Autos" geparkt würden. Dieses  Areal sei Ausgangspunkt für schöne Touren in das Umland des Winzerdorfes.

Gelände wird in Mitleidenschaft gezogen

Im übrigen stärkten Touristen bei einer Schlussrast nicht nur die Homburger Gastronomie, Triefenstein sei zudem ob seiner Vielfalt und Schönheit ein "Anzugspunkt" für Besucher aus der Region, schreibt Müller in seinem Antrag. Durch wildes Parken werde aber nicht nur das Gelände in Mitleidenschaft gezogen, Autofahrer hinterließen bei schlechtem Wetter ein schlammiges Areal und eine Verschmutzung des Fahrradweges.

Aktuell hat die Gemeinde am Rande des Wiesen-Geländes durch eine "Aufschotterung" für einen "trockenen Unterbau" gesorgt.Die Fraktion "SPD – Unabhängige Liste" plädiert für fünf befestigte und "hochwasserfeste" Plätze aus  Rasengittersteinen oder ähnlich günstigen Baumaterialien. Sie schlägt vor dem Hintergrund des  klammen Gemeindesäckels alternativ für eine Kostenreduzierung vor, dass die örtlichen Vereine im Rahmen des Programms "Drei Tage Zeit für Helden" die Mainlände mit Hilfe einheimischer Firmen herrichten könnten.

Gelände befindet sich im Eigentum des Bundes

Bürgermeisterin Kerstin Deckenbrock begegnete den Vorschlägen Christoph Müllers zunächst mit dem Hinweis, dass sich das Gelände, wo wild geparkt wird, im Eigentum des Bundes (Wasser- und Schifffahrtsverwaltung) befindet. Müllers Fraktionskollege Peter Weis befand das Schreiben seines Kollegen inhaltlich grundsätzlich für gut.Von verschiedentlich angesprochenen Verbotsschildern wollte Wolfgang Virnekäs (CSU) nichts wissen, er plädierte für eine Lösung, die zum Beispiel zwei Übernachtungen ("zur Förderung der örtlichen Gastronomie") ermöglichen sollten.

Eine solche Lösung kann nach Auskunft von Bürgermeisterin Deckenbrock derzeit nicht realisiert werden, weil an der Mainlände ein Campen nicht erlaubt sei und nur für einige Stunden geparkt werden dürfe. Zu den von Christoph Müller angesprochenen touristischen Schönheiten Homburgs und seines Hinterlandes verweist die Rathaus-Chefin auf die großen und gut ausgestatteten Campingplätze in Lengfurt und Bettingen, die beide in ein paar Autominuten zu erreichen seien. Von diesen Plätzen sei das Winzerdorf mit dem Fahrrad oder zu Fuß leicht zu erreichen.

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