Hundsbach

Wo es in Eußenheim mögliche Solarparkflächen gibt

Diese Fläche in der Größenordnung von 24 Hektar, auf halbem Weg zwischen Hundsbach und Müdesheim, an der Kreisstraße MSP 6 (Bildrand links) kurz vor dem Weiler Dattensoll, wird von der Firma "Südwerk GmbH" als mögliche Fläche für einen Solarpark der Gemeinde Eußenheim angesehen.
Diese Fläche in der Größenordnung von 24 Hektar, auf halbem Weg zwischen Hundsbach und Müdesheim, an der Kreisstraße MSP 6 (Bildrand links) kurz vor dem Weiler Dattensoll, wird von der Firma "Südwerk GmbH" als mögliche Fläche für einen Solarpark der Gemeinde Eußenheim angesehen. Foto: Ernst Schneider

Thomas Jungkunz von der Firma "Südwerk" stellte das Konzept der Firma über "Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen" vor und stellte dabei die klimaneutrale Stromerzeugung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Jungkunz hat für Eußenheim als Projektfläche eine Fläche auf halbem Wege zwischen Hundsbach und Müdesheim, auf der Höhe an der Kreisstraße MSP 6 kurz vor dem Weiler Dattensoll, von rund 24 Hektar ausgewählt, welche vonseiten der Ortsbebauung nicht einsehbar ist.

Wie schon bei einer ähnlichen Vorstellung für die Gemeinde Retzstadt bei deren Gemeinderatssitzung im Juni, sah Jungkunz auch für Eußenheim ein solches Projekt als eine langfristige Einnahmequelle für die Gemeinde. Es würde sich um ein sogenanntes benachteiligtes Gebiet handeln und Beteiligungsmöglichkeiten für die Kommune oder örtliche Bürgerenergiegenossenschaften seien möglich. Außerdem sei regionale Wertschöpfung in Form von regionalen Auftragsvergaben im Wegebau, Trassenbau und Grünpflege gegeben, so wie auch die Möglichkeit der Finanzierung durch regionale Banken.

Auch von Landwirten kritisch gesehen

Laut Jungkunz erhält die Standortkommune mindestens 70 Prozent des Gewerbesteueraufkommens. Das sind nach seinen Schätzungen bei 24 Hektar Photovoltaikfläche (PVA)in den ersten 20 Jahren circa 300 000 Euro und danach pro Jahr rund 3000 Euro pro Hektar PVA-Fläche.

Allerdings wird die potenzielle PVA-Fläche wegen des Verbrauchs landwirtschaftlicher Flächen von den Landwirten selbst durchaus kritisch gesehen.

In diesem Zusammenhang stellte Bürgermeister Achim Höfling die vom Bauausschuss des Gemeinderates erarbeitete Entscheidungshilfe vor. Dabei wurden folgende Kriterien zugrunde gelegt: eine niedrige Bodengüte der benutzten Ackerflächen, die Sichtbarkeit, beziehungsweise die Nichtsichtbarkeit aus dem Ort, die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung, der Aufwand für die Bodenbearbeitung, die Gesamtgröße aller Anlagen im Gemeindegebiet. Gemeinderatsmitglied Daniel Lambrecht schätzt, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen im Gemeindegebiet unter der Bodengüte 30 liegen.

Als nächste Maßnahme wird die Verwaltung der Gemeinde die potenzielle vorgeschlagene Fläche auf die erarbeiteten Kriterien überprüfen und für die nächste Gemeinderatssitzung dem Rat zur Abstimmung vorlegen.

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