Wort zum Wochenende: Gottes Boten im Alltag der Welt

Geld regiert die Welt!“ – so sagt man. Und dabei war Geld doch ursprünglich ein Gegenstand, ein Mittel zum Zweck, das den Handel erleichtern sollte. Das Geld hatte den Menschen zu dienen und nicht der Mensch dem Geld. Natürlich wissen wir, dass Geld nicht alles ist und erliegen doch immer wieder den Versuchungen des Geldes.

Andererseits schickt uns Gott immer wieder seine Boten, die uns die Augen öffnen können. Vor Jahren bin ich einer alten Frau begegnet, die mir einen 20 DM-Schein gezeigt hat. Ihr Leben lang trug sie ihn in ihrer Brieftasche. Er sah fremd aus. Eher wie ein Dollarschein. Er war ein wenig zerknittert und verblichen. Bank deutscher Länder stand darauf. Und er trug die Jahreszahl 1948.

1948 hatte sie ihn als Kopfgeld bei der Währungsreform bekommen. Mit 40 DM fing alles in der Stunde Null an. Die Schaufenster waren über Nacht wieder gut gefüllt. Viele Wünsche hätte sie sich damals mit diesem Geldschein erfüllen können. Sie hatte sich jedoch diesen 20 DM-Schein aufbewahrt. Er sollte sie daran erinnern, dass Geld eben nicht alles ist. Denn das war nicht das Entscheidende in den Jahren nach dem Krieg.

Damals hatte die Familie zusammengehalten. In dieser schwierigen Zeit nach dem 2. Weltkrieg konnten sie sich aufeinander verlassen. Ihr Mann kehrte schwer verletzt aus dem Krieg zurück. Und doch haben sie den Neuanfang miteinander gewagt. Sie haben sich gegenseitig unterstützt, so gut sie eben konnten. Es waren keine einfachen Jahre, die nun kamen. Aber miteinander haben sie auch diese Zeit gemeistert.

Jahr um Jahr ging es schließlich aufwärts. Und als dann der Wohlstand kam, trug sie diesen Geldschein immer noch als Erinnerung und als Mahnung mit sich. Lange konnte sie davon erzählen, wie ihr Glaube sie durch das Leben getragen hat. Eine weise Frau, der ich vor vielen Jahren begegnen durfte.

„Geld regiert die Welt!“ – so sagt man. Und doch ist Geld eben nicht alles. Denn dazu kam Gottes Sohn in die Welt, um eine ganz andere Botschaft zu verkünden.

In einem alten Kirchenlied bitten wir ihn um seinen Heiligen Geist, „dass wir uns von Herzen einander lieben und im Frieden auf einen Sinn bleiben“. Es ist gut, auf seine Boten zu hören. Manches Mal begegnen sie uns im Alltag des Lebens und erinnern uns an die wesentlichen Dinge.

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