Lohr

Zahl der Raddiebstähle nimmt ab

Gut sichern und am besten drinnen abstellen, lautet der Tipp der Polizei gegen Fahrraddiebstahl.
Foto: Bianca Löbbert | Gut sichern und am besten drinnen abstellen, lautet der Tipp der Polizei gegen Fahrraddiebstahl.

Mehrere Fälle in Lohr alleine an Ostern haben bei manchen den Eindruck erweckt, dass der Fahrradklau zunimmt. Das Gegenteil ist der Fall, wie der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Lohr, Florian Daube, auf Anfrage der Redaktion sagte.

"Die Zahl hat sich seit 2015 knapp halbiert", fasst der zuständige Sachbearbeiter die Daten der Kriminalitätsstatistik zusammen. Demnach gab es 2015 noch 30 Fälle, 2018 sogar eine Spitze mit 37, im vergangenen Jahr waren es dagegen nur noch 17 Fälle. Umgekehrt stieg die Aufklärungsquote von rund 17 auf knapp 24 Prozent. Gemessen an gut 75 Prozent über alle Delikte ein niedriger Wert. Entsprechend gering sind auch die Chancen für Bestohlene, ihr Zweirad zurückzubekommen. "Wir haben immer mal wieder Zufallstreffer bei Kontrollen", sagt Daube. So schaue man sich schon einmal die Rahmennummer an, wenn ein Betrunkener erwischt werde auf einem hochwertigen Mountainbike. Andererseits gebe es sogenannte "Heimfahrräder", die etwa Betrunkene nutzen und danach achtlos irgendwo stehen oder liegen lassen.

Lieber drinnen abstellen

Darum rät er allen Eigentümern auf jeden Fall, sich die Rahmendaten zu notieren, einen Fahrradpass auszufüllen und Unterlagen rund um den Kauf aufzuheben. Die Bikes sollten immer mit einem "qualitativ hochwertigen Schloss" gesichert werden. Trotz entsprechender Sicherung rät Daube davon ab, die Räder im Freien stehen zu lassen, auch nicht in Carports und auf Terrassen.

"Denn auch die beste Sicherungseinrichtung gibt irgendwann nach, wenn der Täter genügend Zeit hat, unbeobachtet und ungestört zu arbeiten", gibt der stellvertretende PI-Leiter zu bedenken. Insbesondere hochpreisige Fahrräder sollten daher in umbauten und abschließbaren Räumen "übernachten", um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen.

Grundsätzlich sei aufgrund der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Fahrrädern, sowohl als Fortbewegungsmittel, als auch als Sportgerät an der frischen Luft deutlich gestiegen. Was dann zu Lieferengpässen bei Händlern führe. "Natürlich besteht die Gefahr, dass auch Kriminelle sich diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage zu Nutze machen, um hier Kasse zu machen", befürchtet Daube.

Im Klartext, leicht überspitzt: Wer sich kein Rad kaufen kann, klaut sich eines. Auch die hohen Anschaffungs- und entsprechend auch Wiederverkaufspreise, insbesondere im Bereich der E-Bikes machten das Fahrrad als Diebesgut wieder attraktiver, so Daube.

Um nicht ein solches in gutem Glauben zu erwerben – etwa über Kleinanzeigen – rät der Polizeihauptkommissar Käufern, sich auf jeden Fall die Papiere des Bikes zeigen zu lassen. "Wenn die nicht vorliegen, sollte man vorsichtig sein", ergänzt er. Stutzig sollten auch Angebote machen, bei denen hochwertige E-Bikes und Mountainbikes deutlich unter Wert angeboten werden.

Mehr zum Thema unter www.polizei-beratung.de

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