Zeitmaschine, Aliens und Superhirn

LOHR Schon mal getestet, wie hoch Ihr Intelligenzquotient (IQ) ist? Bei 100 brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, das ist ein normaler Wert. Mit 120 sind Sie ein schlaues Köpfchen, ab 140 wird's kritisch, denn Genialität und Wahnsinn liegen bekanntlich nahe beieinander. Was das alles mit den Lohrer Gauklern zu tun hat?
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Foto: FOTO DEHM
Also, aufgepasst: Das neue Stück der Lohrer Theatergruppe spielt im Jahr 2093. Und zwar in einer "Existenzeinheit" - das ist so 'ne Art Zweck-WG -, die irgendwo im Orion-Arm unserer Galaxis rumschwirrt. Sie wissen nicht, wo das ist? Dann liegt Ihr IQ garantiert unter 150. Das aber nur so nebenbei. Zurück zum Geschehen. Die schrullige Professorin Yoki (Susanne Balzer-Endres) hat die glorreiche Idee, einen Roboter zu schaffen, dessen Aufgabe es sein soll, den Menschen zum größtmöglichen Glück zu verhelfen. Zu diesem Zweck implantiert sie ihrem Geschöpf ein weibliches Gehirn (huhu, Frankenstein lässt grüßen), das sie mit modernster Quantentechnik aufmotzt. Was dabei herauskommt, können Sie sich vorstellen: Ein hypersupermegaschlaues Wesen. Sein Name ist Programm und zugleich Titel des neuen Gaukler-Stücks: IQ 875.

Wir ahnen was kommt. Haben wir doch alle schon davon gehört, dass überdurchschnittliche Intelligenz Probleme im Zusammenleben mit anderen auslösen kann. Dabei sprechen wir in der Regel von einem IQ zwischen 130 und 150. Was passiert da erst bei 875? Vor allem wenn die anderen WG-Bewohner aufgrund exzessiven TV-Genusses den ihrigen auf 85 runtergeschraubt haben (schöne neue Welt). Eines ist jedenfalls klar: Inspektor Sjuul Kessel (Jörg Engelhard) verspricht sich von IQ 875 große Hilfe beim Aufklären des Mordes an der lebenslustigen Carlina (Georgia Viola). War es der undurchsichtige Bonzo (Gerhard Kolbert), die so unschuldig wirkende Mando (Susanne Happ) oder Sira (Inge Schwab), eine frau mit krimineller Vergangenheit? Oder war es gar Colibri (Mirta Dantlgraber), eine freundliche ältere Dame, die ihr Alter nicht wahrhaben will? Vielleicht hat ja auch die Kombination Phase  1/Phase  2 vom geheimnisumwitterten Planeten Phase  11 bei der Tat mitgemischt?

Und was verspricht der Regisseur? Dass es bei der Auflösung des futuristischen Mordes im Umfeld von Zeitmaschinen und Aliens ausgesprochen witzig zugehen wird.

"Die Gaukler haben weder Kosten noch Mühen gescheut," lobt Hahn seine Mitstreiter. Für das Bühnenbild habe sich Erhard Schmidt eine Röhrenkonstruktion ausgedacht, die an die alten Science-Fiction-Serien erinnere. Und wie sehen die von Susanne Happ entworfenen Kostüme aus? Noch geheim.

Man habe sich für "IQ 875" entschieden, so Hahn, weil es für fast alle Gaukler eine Rolle biete. 13 spielen mit. Geprobt wird bereits seit Ende August. Autor des Stücks, das aus den 1990er Jahren stammt, ist der Holländer Peter van den Bijllardt.

Regisseur Hahn hat aus der deutschen Übersetzung, die 2002 erschien, "viel rausgestrichen", so dass es "diesen Keller füllt" (62 Sitzplätze). "IQ 875" dauert mit Pause zirka zwei Stunden. Es ist die deutsche Erstaufführung des Science-Fiction-Stücks.

Sämtliche 19 Aufführungen (ab
zwölf Jahre) finden statt im Lohrer
Mehlingskeller um 20 Uhr. Pre-
miere ist am 31. Oktober. Weitere
Aufführungen: 1., 7., 8., 14., 21.,
28. November; 5. und 6. Dezem-
ber; 2., 3., 9., 10., 16., 17., 23., 24.,
30. Januar 2004. 31. Januar:
Benefizveranstaltung zu Gunsten
der Lebenshilfe. Vorverkauf ab 13.
Oktober im Weinhaus Mehling
Montag bis Freitag ab 16, Samstag
und Sonntag ab 11 Uhr. Keine
telefonischen Platz- oder Kartenre-
servierungen möglich.

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