BURGSINN

Zum Erhalt von Grün- und Ackerland

Künftig sollen im Landschaftsplan Burgsinn verbindliche Freihaltungsflächen ausgewiesen werden, für die Nutzungseinschränkungen gelten. Christbaumkulturen wären in diesen Bereichen nicht mehr erlaubt. Dazu will der Gemeinderat den Landschaftsplan des Architekten Thomas Struchholz überarbeiten lassen.

Ein wichtiges Anliegen ist die Offenhaltung der Hangbereiche mit Acker- und Grünlandflächen und Heckenstrukturen, zitierte Bürgermeister Franz Schüßler aus dem Landschaftsplan. Dieses Ziel könne nur erreicht werden, wenn dieser Bereich weiterhin als Acker- und Grünland genutzt werde. Für die Landwirtschaft müssten deshalb möglichst zusammenhängende Flächen in ausreichendem Umfang gesichert werden. Diese Vorranggebiete für landwirtschaftliche Nutzung sollten auch aus Gründen des Landschaftsbildes und der Erholung erhalten werden. Bauten würden darin künftig nicht gestattet.

Über elf Hektar vorgesehen

Die Anlage von Streuobstwiesen als Übergang von der Siedlung zur offenen Landschaft ist nur am Ortsrand in einem Streifen von etwa 30 Meter Breite vorgesehen. Die Freihaltungsflächen hatte der Arbeitskreis Flächennutzung bei einer Ortsbegehung 1998 vorgeschlagen und später reduziert. 2000 hatte der Vorstand der Flurbereinigung abschließend Freihaltungsflächen von 11,39 Hektar in den Gemarkungen Grauer Winkel, Trockenbach und zwischen Friedhof sowie Steinbruch am Birkigweg vorgesehen.

Um das damals laufende Flurbereinigungsverfahren nicht zu sehr einzuengen, hatte man in der Vergangenheit beim Landschaftsplan festgelegt: Die Freihaltungsflächen sollen als nicht verbindlicher Vorschlag bis zum Abschluss der Neuverteilung im Landschaftsplan verbleiben. Ihre Grenzen können im Flurbereinigungsverfahren verschoben werden, soweit dies notwendig ist. Die Flächen sollten nicht zu stark reduziert werden, sondern der Umfang solle als Ziel soweit möglich beibehalten werden.

Nach Abschluss der Neuverteilung sollen die verbliebenen Freihaltungsflächen Behördenverbindlichkeit erlangen, um ein Instrument zur Lenkung von Christbaumkulturen zu erhalten und um zusammenhängende und für das Landschaftsbild und die Erholung bedeutsame Flächen offenzuhalten. Aus der aktuellen Flächennutzung ist ersichtlich, dass innerhalb der Zone Wald ausreichend Flächen für Aufforstungen vorhanden sind. Christbaumkulturen, die innerhalb der Freihaltungsflächen liegen, sollen soweit möglich und mit Einverständnis der Grundstückseigentümer mit dem Flurbereinigungsverfahren in eine andere Zone verlagert werden.

Ohne Christbaumkulturen

Letzteres sei bereits mit Christbaumkulturen am Rande des Siedlungsgebietes geschehen, berichtete Schüßler dem Gemeinderat. Da Grundstücke im Flurbereinigungsverfahren verteilt sind, möchte die Kommune die bisher als unverbindlich ausgewiesenen Freihaltungsflächen prüfen und überarbeiten lassen. Danach sollen diese im Landschaftsplan als verbindlich ausgewiesen werden. Mit der Überarbeitung des Landschaftsplans beauftragte das Gremium den Landschaftsarchitekten Struchholz.

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