GROßRINDERFELD

80 Prozent sind dann doch zu viel

Der Acker ist letztmals geerntet und das Getreide eingefahren. Ab August entsteht hier das neue Gewerbegebiet „Boppbrunn”, unter anderem mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Foto: Matthias Ernst

Die brutale Wucht der vollen Auftragsbücher in der Baubranche bekam die Gemeinde Großrinderfeld bei der Ausschreibung der Sanierung des Regenüberlaufbeckens in der Gartenstraße im Ortsteil Großrinderfeld zu spüren.

Von fünf abgeholten Ausschreibungsunterlagen kamen nur zwei zurück und die sprengten jeden Rahmen. Um 255 000 Euro wurde die ursprüngliche Kostenschätzung aus dem Jahr 2015 übertroffen beim günstigsten Anbieter. Das seien 80 Prozent mehr, erläuterte Elmar Göbel vom Büro ibu aus Tauberbischofsheim dem Gemeinderat.

Er empfahl die Ausschreibung aufzuheben und im Winter nochmals auszuschreiben. Gleichzeitig sollte der Förderantrag erhöht und eine Verlängerung wegen der zu hohen Angebote beantragt werden. Dies sei bereits mit dem Landratsamt so vorbesprochen, ergänzte Bürgermeisterin Anette Schmidt. Letztlich blieb dem Gemeinderat keine andere Wahl und er hob die Ausschreibung auf.

Besser lief es bei der Ausschreibung für das Gewerbegebiet „Boppbrunn“, ebenfalls im Ortsteil Großrinderfeld. Hier sollten die Vergaben für die Erschließungsarbeiten im Baugebiet und die Tiefbauarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus beschlossen werden. Sechs Firmen hatten die Unterlagen abgeholt, von immerhin dreien kam ein Angebot. Der günstigste Bieter war die Firma Boller Bau GmbH aus Tauberbischofsheim mit einem Angebotspreis von zusammen 1 188 326,13 Euro. Durch die Abgabe eines Nebenangebotes in Höhe von 50 000 Euro (netto) verringerte sich die Summe nochmals. Auf die Arbeiten für das Feuerwehrgerätehaus entfallen demnach 21 337,33 Euro, der Rest auf die Erschließung des Gewerbegebietes. Baubeginn soll im August dieses Jahres sein, die Fertigstellung der Erschließung ist für Februar 2019 geplant.

Mit dem Bau des Feuerwehrhauses geht eine jahrelange Odyssee zu Ende. Über 20 Jahre war man auf der Suche nach einer Lösung für das alte Gerätehaus in der Ortsmitte. „Für die Feuerwehr ist damit ein dicker Haken hinter die Bausache Feuerwehrgerätehaus gemacht, denn mit dem Spatenstich ist der Bau auch für die Förderung begonnen“, erläuterte die Bürgermeisterin den anwesenden Feuerwehrleuten.

Die waren gleich darauf nochmals angetan, denn der Gemeinderat bestätigte die Wahl des Hauptkommandanten Gerald Ebert und seiner Stellvertreter Volker Hofmann und Anton Kraus nun auch formell, die bei der Generalversammlung der Feuerwehr für eine weitere Amtsperiode gewählt worden waren.

Außerdem wurde beschlossen, dass die Erschließungsplanung für das Baugebiet „Würzburger Weg“ im Ortsteil Ilmspan an das Büro Ludwig Ohnhaus in Wittighausen vergeben wird, nachdem die Gemeinde endlich alle erforderlichen Grundstücke erwerben konnte.

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