MAIN-TAUBER-KREIS

A 3-Ausbau im Main Tauber Kreis in Gefahr

„CSU-Minister Dobrindt lässt Region Main-Tauber am langen Arm verhungern“, kritisiert der Grüne Landtagsangeordnete Kai Schmidt-Eisenlohr den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für eine Ankündigung aus seinem Haus, dass aus finanziellen Gründen keine Luft mehr für Straßenbauprojekte im Land sei. Damit wird das drängende Problem, den Flaschenhals der A3 auf baden-württembergischer Seite zu beseitigen, wieder verschoben.

„Gegenwärtig sind keine Spielräume für Baubeginne von Bundesfernstraßenprojekten vorhanden“, schreibt Norbert Barthle (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär bei Dobrindt. Bei „gegenwärtig“ dürfte es nicht bleiben. Barthle schreibt, dass in den „nächsten Jahren“ ein wesentlicher Teil der Mittel gebunden sei. „Damit steht der Ausbau der A3 ernsthaft auf dem Spiel. Hier scheint es nicht nur um eine Verzögerung von ein paar Wochen oder Monaten zu gehen“, beklagt Schmidt-Eisenlohr.

Besonders ärgerlich findet dies der Abgeordnete: „Als Betreuungsabgeordneter für den Wahlkreis Main-Tauber kann ich den dringenden Bedarf des Ausbaus der A 3 nur deutlich betonen. Im vergangenen Jahr hatten wir zahlreiche Diskussionen und insbesondere von den Unions-Kollegen große Versprechungen vor Ort. Umso unverständlicher ist für mich nun der Rückzieher. Grad versprochen – schon gebrochen!“ kritisiert MdL Schmidt-Eisenlohr.

Die Landesregierung hat die wichtigsten Projekte nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien priorisiert. Das Projekt A 3 war dabei in der Liste als einziges baureifes Autobahnprojekt ganz mit vorne dabei und wurde mit entsprechender Priorität angemeldet. Warum diese Maßnahme nun nicht begonnen werden soll, sei schwer nachvollziehbar, „insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass für den eigenen Wahlkreis Staatssekretär Norbert Barthle kurz vor dem Wechsel als Staatssekretär ins Ministerium noch eine kaum nachvollziehbare Überraschung bekommen hatte. Barthle, damals haushaltspolitischer Sprecher der Union, hatte unter vier bewilligten Projekten für das Land die Ortsumfahrung der B 29 bei Mögglingen verkünden können. Während für unsere A3 kein Geld da ist, fließen Millionen in Barthles Wahlkreis“, beklagt MdL Schmidt-Eisenlohr. Dabei sei die Ortsumfahrung Mögglingen in der Prioritäten-Liste weiter hinten gelandet als das Projekt A3. Das ist die typische alte Verkehrspolitik nach Gutsherrenart.“

Schlagworte

  • Regina Urbon
  • Alexander Dobrindt
  • Bundesverkehrsminister
  • CDU
  • Straßenbauprojekte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
2 2
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!