REGION MAIN-TAUBER

A 3-Staus bei Wertheim sollen 2017 Geschichte sein

Sechsstreifiger Ausbau der A 3 bei Wertheim: In der Baustelle rollt der Verkehr derzeit mit zwei Fahrstreifen je Richtung auf einer Fahrbahn, während die Gegenrichtung für die Bauarbeiten verkehrsfrei ist. Foto: R. Arnold

„Dieses Projekt zeigt die gute länderübergreifende Zusammenarbeit unserer Verwaltungen. So kann es gelingen, dass spätestens 2017 die regelmäßigen Staus auf der A 3 bei Wertheim Geschichte sind“, betont Regierungspräsident Johannes Schmalzl bei einem Ortstermin in Wertheim.

Schmalzl und der Präsident der Autobahndirektion Nordbayern Reinhard Pirner haben im Beisein von Landrat Reinhard Frank und Vertretern der Stadt Wertheim die Öffentlichkeit über die Entwicklung des laufenden sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 3 informiert. Dabei wurde auch die neue Informationstafel an der Brücke „Dertinger Weg“ vorgestellt.

Gut dreiviertel der rund 8,5 km langen Ausbaustrecke liegen in Baden-Württemberg. Rund zwei Kilometer liegen in Bayern. Dadurch ist für die erfolgreiche Realisierung dieses Projekts eine gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit besonders wichtig, um die knapp 75 Millionen teure, vom Bund finanzierte Maßnahme erfolgreich abwickeln zu können, heißt in Pressemitteilungen von Regierungspräsidium Stuttgart und Autobahndirektion Nordbayern.

Viele Informationen

„Die Information der Öffentlichkeit ist heute wichtiger denn je“, ergänzt Pirner. Er freue sich über jeden, der sich an der neuen Schautafel über das Projekt informieren möchte. Zudem biete die örtliche Bauleitung regelmäßig die Möglichkeit, sich im Baubüro über die Maßnahme zu informieren.

Die Informationstafel befindet sich bei der Brücke „Dertinger Weg“, wo am 1.Oktober 2014 der feierliche Spatenstich stattgefunden hat. Der Neubau dieser Brücke kann bereits diesen Sommer dem Verkehr übergeben werden. Damit sind die beidseits der Autobahn gelegenen Gewerbegebiete wieder direkt verbunden und es stellen sich bereits erste Entlastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer ein, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Seit September 2014 läuft der sechsstreifige Ausbau der A 3 von der Landesgrenze an der Mainbrücke Bettingen bis westlich Helmstadt. Ab Dertingen erhalten die sechs Fahrstreifen einen Zusatzfahrstreifen in Fahrtrichtung Nürnberg.

Der Bauabschnitt setzt sich zusammen aus dem 6,5 Kilometer langen Teilstück, das durch Baden-Württemberg verläuft und einer östlich angrenzenden 2,0 Kilometer langen Strecke in Bayern Richtung Helmstadt. Die Autobahndirektion Nordbayern führt Planung und Bau auch für den baden-württembergischen Abschnitt durch.

Vorarbeiten

Die Vorarbeiten zum Autobahnausbau starteten mit dem Abholzen der Trasse und dem Bau der Überführung Dertinger Weg. Bis Ende 2014 wurden außerdem zwei Bachunterführungen im Bereich der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt erstellt, der Standstreifen ertüchtigt und Versorgungsleitungen verlegt. Der eigentliche sechsstreifige Ausbau erfolgt 2015/2016 und wird mit der neuen Fahrbahndecke im Mitte 2017 abgeschlossen.

Seit Anfang April wurde die Verkehrsführung der Baustelle so geändert, dass das Baufeld für die weiteren Arbeiten verkehrsfrei ist. So wurde im Abschnitt der A 3 zwischen der Mainbrücke Bettingen bis östlich der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt der Verkehr in eine Baustellenverkehrsführung auf die Richtungsfahrbahn Nürnberg gelegt. Für den weiteren Ausbauabschnitt bis westlich von Helmstadt wurde ebenfalls die Baustellenverkehrsführung eingerichtet – in diesem Bereich auf der Richtungsfahrbahn Frankfurt.

In der Baustelle rollt der Verkehr mit zwei Fahrstreifen je Richtung auf einer Fahrbahn, während die Gegenrichtung für die Bauarbeiten verkehrsfrei ist.

Die Ausbauarbeiten haben bereits im April mit dem Abbruch der Unterführungsbauwerke begonnen. Zunächst wurde die erste Brückenhälfte des Unterführungsbauwerks an der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt, abgebrochen.

Die übrigen unterführten Straßen und Wege, also die Gemeindeverbindungsstraße Dertingen–Lindelbach, ein Feldweg südlich von Dertingen, die Kreisstraße Wüstenzell – Holzkirchhausen und die Gemeindeverbindungsstraße Holzkirchen – Holzkirchhausen, werden in Folge des Autobahnausbaus während der beiden Hauptbauphasen unterbrochen. Diese Unterführungsbauwerke bieten zu wenig lichten Raum um bauzeitlich eine Durchfahrmöglichkeit offen zu halten. Die Sperrungen wurden sukzessive ab Mitte April eingerichtet.

Parallel zu den Bauwerksabbrüchen wurde nun mit den Rückbauarbeiten an der alten Fahrbahn begonnen. Die erste Hauptbauphase dauert bis Dezember 2015, die zweite Hauptbauphase findet dann analog für die Gegenfahrtrichtung im Jahr 2016 statt.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 75 Millionen Euro und werden vom Bund getragen, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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