WITTIGHAUSEN

Auflösung in letzter Sekunde verhindert

Bei der Jahresversammlung des VdK-Ortsverbandes Wittighausen/Messelhausen wurden Manfred Schließer (links) und Hedwig Wolfert (Zweite von links) für 25 Jahre Treue geehrt. Mit im Bild (von links) Schatzmeiterin Ursula Scheuermann, Bezirksvorsitzender Kurt Weiland, Ortsvorsteherin Carola Kuhn, und stellvertretender Bürgermeister Herbert Skazel .
Bei der Jahresversammlung des VdK-Ortsverbandes Wittighausen/Messelhausen wurden Manfred Schließer (links) und Hedwig Wolfert (Zweite von links) für 25 Jahre Treue geehrt. Mit im Bild (von links) Schatzmeiterin Ursula Scheuermann, Bezirksvorsitzender Kurt Weiland, Ortsvorsteherin Carola Kuhn, und stellvertretender Bürgermeister Herbert Skazel . Foto: Matthias Ernst

Bis kurz vor der Sitzung des VdK-Ortsverbandes Wittighausen/Messelhausen in der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ in Unterwittighausen sah es noch so aus, dass dies wohl die letzte Jahresversammlung des Vereins sein würde.

Vorsitzender Manfred Schließer hatte seit mehreren Jahren nach einem Nachfolger gesucht, erfolglos. Er führt den Ortsverband jetzt seit 15 Jahren. Deshalb stand auf der Tagesordnung auch ein Punkt zum Beschluss der Auflösung des Ortsverbandes. Letztlich fand sich mit Sven Hock aber doch noch eine Person, die den Vorsitz übernehmen möchte. Allerdings will er erst einmal in das neue Amt „hineinschnuppern“. Im März des kommenden Jahres wird es zu einer offiziellen Wahl durch die Mitglieder kommen.

70-jähriges Bestehen feiert der Ortsverband in diesem Jahr und trotzdem fand sich im Vorfeld kein Kandidat, der die Arbeit von Schließer übernehmen wollte. Sowohl Wittighausens stellvertretender Bürgermeister Gerhard Skazel als auch Messelhausens Ortsvorsteherin Carola Kuhn bedauerten in ihren Grußworten, dass sich der Ortsverband nun auflösen muss. Und das, obwohl man einige Erfolge vorzuweisen hat.

Skazel sagte, falls sich doch noch jemand finde, die volle Unterstützung der Gemeinde zu, so wie es in der Vergangenheit bereits geschehen sei. Auch Kuhn äußerte sich ähnlich, schließlich „haben die Mitglieder unserer Gemeinden von der Arbeit des VdK profitiert“.

In seinem Jahresrückblick nannte Schließer erfolgreiche Zahlen. So ist die Mitgliederzahl im Ortsverband seit 2003 um 83 angewachsen. Aktuell seien 125 Mitglieder im Ortsverband registriert. „Diesen Zuwachs können wir sicher der sozialen Kälte, die doch leider sehr oft in unserem Land zu spüren ist, da alles auf Leistung und Effizienz ausgerichtet ist, wahrscheinlich sicherlich mit verdanken. Wir haben globale Finanz- und Wirtschaftskrisen, die den Märkten und Ländern schon zu schaffen machten, in der sich einige Wenige bereichern und dies auch nicht lassen können“, fand Schließer eine Begründung für den Mitgliederzuwachs. Er nannte auch die Hauptaufgaben des Sozialverbandes: „Der VdK widmet sich dem gesamten Sozialbereich. Wir sind eine starke sozialpolitische Lobby, unsere Mitglieder erhalten vielfältige Leistungen, wie von der Rechtsberatung im Sozialrecht, Vertretung bei Widerspruchsverfahren bis hin zur Klage beim Sozialgericht“.

Bezirksvorsitzender Kurt Weiland war froh, dass der Ortsverband Wittighausen/Messelhausen weiter bestehen wird. „Die Basisarbeit wird in den Ortsverbänden gemacht“, lobte er den Einsatz der Ehrenamtlichen im Landkreis und darüber hinaus. Er ging auch nochmals auf den VdK-Gesundheitstag in Grünsfeld ein, der im Bundesgebiet in dieser Größenordnung bisher einmalig sei. Man wolle ihn gerne wiederholen, allerdings nicht im nächsten Jahr. Da habe er schon andere Pläne, etwas kleiner aber auch sehr effizient für die Außendarstellung des Vereins.

Als Manfred Schließer verkündete, dass sich Sven Hock kurzfristig entschlossen habe, den Vorstand zu übernehmen, kam spontan Beifall auf. „Du bist der Mutigste an diesem Tag“, lobte der Hock, der seit über zehn Jahren Mitglied im Ortsverband ist. Der 37-Jährige ging schon seit der letzten Jahresversammlung mit sich ins Gericht und überlegte, wie er den Ortsverbands-Vorsitz übernehmen kann. Nun fasste er sich ein Herz und erklärte seine Kandidatur. Wer seine weiteren Vorstandskollegen sein werden, darüber werden nun Sondierungsgespräche geführt, sodass man im Frühjahr 2018 den Mitgliedern eine schlagkräftige Truppe präsentieren kann, die den VdK-Ortsverband weiterhin erfolgreich führt.

Neben dem Geschehen um den vakanten Vorstandsposten wurden aber auch noch zwei „Goldjubilare“ für jeweils 25-jährige Treue zum VdK geehrt. Aus den Händen von Kurt Weiland empfingen Hedwig Wolfert und Manfred Schließer das goldene Treueabzeichen und eine entsprechende Urkunde.

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