Lauda-Königshofen

Ausflug in die Welt der Märchen

Viele Bälle mit im Spiel: Einen Ausschnitt zu „Tinkerbell bei den Feen“ zeigten die Sechs- bis Achtjährigen. Foto: Herbert Bickel

Von Schneewittchen über Frau Holle und den Froschkönig bis hin zu Rotkäppchen: „märchenhaft“ unterhalten fühlten sich die Besucher der Sporthalle an der Becksteiner Straße, entführte doch dort der Eisenbahner Turn- und Sportverein (ETSV) 1904 Lauda bei seinem traditionellen Weihnachts-Schauturnen in den „Märchenwald“. Knapp zwei Stunden lang dominierte dieses Motto, das ein vielfältiges Treiben bedingte.

Kreativität und Spielfreude

Mehr als 400 Zuschauer verfolgten von der voll besetzten Tribüne das Treiben der etwa 130 Aktiven auf Matten, an Geräten und mit diversen Requisiten, die damit auf unterschiedliche Weise in die Welt der außergewöhnlichen Geschichten eintauchten. Die bunte Palette der einzelnen, insgesamt zehn Beiträge überzeugte durch viel Kreativität und Spielfreude, wobei naturgemäß die sportlichen und teils gar akrobatischen Höhepunkte besondere Akzente setzten.

Für die Turnabteilung, eine von acht des rund 1500 Mitglieder zählenden ETSV, allerdings die weitaus größte, hieß die Leiterin Beate Papp das Publikum willkommen. Nach Papp, die später noch die Vorbereitungscrew und die ehrenamtlichen Helfer sowie die Übungsleiter lobend hervorhob, würdigte Bürgermeister Thomas Maertens den Einsatz zahlreicher mit „Freude an der Sache“ tätiger Kräfte, ohne die kein Verein auskomme.

Gerade auch der ETSV Lauda erweise sich als eines der Aushängeschilder der Kommune, bekräftigte er, ehe der Vorsitzende des Sportkreises Tauberbischofsheim, Matthias Götzelmann, die spezielle Situation des Großvereines präsentierte, um damit endgültig den Startschuss zum folgenden Geschehen auf und teils hoch über dem Hallenboden auszulösen. Moderiert von der stellvertretenden Vorsitzenden Beate Hehn, die diesmal als „Märchentante“ fungierte, sorgte die ETSV-Vorsitzende Anni Miller als Discjockey  für die gelungene musikalische Untermalung.

Zwerge und Feen

Als „Schneewittchen und die Zwerge“ bestritten die Eineinhalb- bis Sechsjährigen des Eltern-Kind-Turnens (Trainerinnen Laura Taylor, Diana Gitter und Beate Hehn) den Auftakt zum Thema „Märchenwald“, gefolgt von den drei- bis fünfjährigen Mädchen der Rhythmischen Sportgymnastik (Barbara Ludwig) als „Frau Holles Schneeflöckchen“, bevor sich die RSG-Gruppe der Sechs- bis Achtjährigen (Barbara Ludwig) als „Tinkerbell bei den Feen“ präsentierte.

Beim Weihnachts-Schauturnen waren alle mit Freude dabei. Foto: Herbert Bickel

Die Turnkinder zwischen vier und sechs (Nicole Stephan, Jule Müller, Kimmi Stöhr und Fabienne Haag) waren im „Zauberwald der Einhörner“ unterwegs, ehe die Neun- bis Zwölfjährigen der Rhythmischen Sportgymnastik unter der Leitung von Christin Rappert als „Alice im Wunderland“ verzauberten, abgelöst von den Turnerinnen zwischen sieben und elf Jahren (Lucy Hellinger und Lilija Schiewe), die eindrucksvoll an den Vorgang rund um den „Rattenfänger von Hameln“ erinnerten.

Temperamentvolle Darbietung

Jeweils als Duo überzeugten die 13- bis 15- und über 18-Jährigen der RSG-Gruppe beim „Gestiefelten Kater“ (Christin Rappert) oder den „Drei Nüssen für Aschenbrödel“ (Jassica Vath und Christin Rappert), wonach der Ablauf mit dem „Froschkönig“ Andreas Angly (Judith Miller und Beate Papp) einen weiteren Höhepunkt beinhaltete, bevor die zwölf Jahre und älteren bei „Rotkäppchen und der Wolf“ (Maria Fleuchaus, Sabine Köhler, Nicole Stephan und Lucy Hellinger) ihr Können demonstrierten.

Die temperamentvolle Darbietung setzte den fulminanten Schlusspunkt unter ein farbenfrohes Programm, das bei den Betrachtern viel Anklang fand.

2668 Purzelbäume

Der letzte Beitrag bei einer „bewegten Pausen-Aktion“ mit insgesamt 2668 gezählten Purzelbäumen auf drei Bahnen leitete über in das Finale, das noch einmal die geballte Schar der Mitwirkenden vereinte.

Mittlerweile fast ohne Tageslicht beleuchteten die verteilten Stäbe eine fröhliche Szene, bei der sich alle zufrieden zeigten mit dem Verlauf des Schauturnens, das auf beeindruckende Weise die Rolle des ETSV Lauda im Reigen der städtischen Vereine unterstrich. 

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