Großrinderfeld

Beifall und Dank: Verabschiedung der Mesnerin in Großrinderfeld

Die Mesnerin Inge Stößer wurde nach 35 Jahren verabschiedet. Foto: M. Geiger

Es schien als wäre alles aufeinander abgestimmt, als Inge Stößer in der voll besetzten Pfarrkirche verabschiedet wurde:  Musik, Lesungstexte, Predigt. Denn waren die Lesungstexte, die passten, so eine Pressemitteilung. In der ersten Lesung der Satz: „wer Gott wohlgefällig dient“ und in der zweiten Lesung „Denn wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden“.

Vor Ort missionarisch werden

Dann erklang der Appell von Papst Franziskus “getauft und gesandt“ zu sein. Der große Auftrag Jesu „Geht hinaus in alle Welt“ rufe zur persönlichen Sendung auf. In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Damian Samulski, dies mit dem Begriff der „missionarischen Mentalität“. Es gelte vor Ort missionarisch zu werden, für den Herrn und für die Menschen.

„Wir sind dankbar für die Menschen, die sich viele Jahre in unserer Kirche eingebracht haben, wie unsere Mesnerin“.  Inge Stößer könne auf einen 40-jährigen Dienst zurückblicken, davon 35 Jahre als Mesnerin. Während dieser Zeit habe sie vier Priester erlebt: Pfarrer Josef Roth, Klaus Dörner, Volker Ochs und Pfarrer Damian Samulski.

Lobende Worte für langen Dienst

Ein langer offizieller und opferungsvoller Dienst gehe zu Ende, würdigte Samulski die Mesnerin, die ein gutes Herz habe - vor allem für die unzähligen Ministranten und Sternsinger. Für all das Gute, dass sie geschenkt habe und welches die Pfarrgemeinde durch sie erfahren habe, sei man zutiefst dankbar, heißt es in der Mitteilung weiter.

Mit lobenden Worten, aber auch mit einer Urkunde und einem Blumen-Gutschein verabschiedete sich der Seelsorger von Inge Stößer. Ein lang anhaltender Beifall im Stehen zeugte von der großen Anteilnahme und Wertschätzung der Gläubigen.

Sakristei als "zweites Wohnzimmer"

Pfarrgemeinderat Klaus Bethäuser bezeichnete den Tag als einschneidendes Ereignis. Er zeigte die große Bandbreite an Tätigkeiten einer Mesnerin auf und nannte, in Anspielung auf ihr zeitliches Engagement, die Sakristei als Stößers „zweites Wohnzimmer“.

Bethäuser bewunderte die Leistung der über 80 Jahre alten Jubilarin und wünschte ihr noch eine gesegnete Zeit, so die Pressemitteilung. Mit dem Satz „Liebe Inge, wir danken dir“ löste er großen Beifall aus.

Schließlich dankte er der Mesner-Aushilfe Rosel Schäfer und appellierte an alle, sich für die frei gewordene Stelle zu melden. Man könne sich ein Team von neuen Mesnern vorstellen, die sich die Aufgaben teilten. Für die Werktage habe sich bereits jemand gefunden.

Danklied war selbst gedichtet

Nun war es an den Ministranten, ihrer Mesnerin zu danken. Oberministrantin Lara Hemberger fand dazu kurze, liebenswürdige Worte. Daraufhin verabschiedeten sich alle Ministranten und ihre Betreuerinnen mit einem selbstgedichteten Danklied.

Dann wurde noch ein Geburtstagsständchen für eine Ministrantin eingeschoben. Vor dem Segen sprach schließlich Pfarrer Samulski der Band „bel canto“ seinen Dank aus für die musikalische Mitgestaltung und gratulierte zum 20-jährigen Jubiläum.

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