Großrinderfeld

Bürgermeisterwahl Großrinderfeld: König oder Leibold

Wen wählen die Großrinderfelder an diesem Sonntag zum Bürgermeister? Beide Kandidaten gehen jetzt in die heiße Phase des Wahlkampfes.
Stichwahl in Großrinderfeld: Am Sonntag entscheidet sich, ob Johannes Leibold (links) oder Thomas König der neue Bürgermeister wird.  Foto: Matthias Ernst

Der zweite Wahlgang zum Bürgermeister der Gemeinde Großrinderfeld befindet sich in der heißen Phase. Nachdem sich im ersten Wahlgang am 20. Oktober keiner der vier Kandidaten mit absoluter Mehrheit durchsetzen konnte, kommt es nun an diesem Sonntag, 10. November, zu einem zweiten Wahlgang, bei dem die relative Mehrheit der Stimmen ausreichend ist, um das Bürgermeisteramt zu übernehmen.

Nachdem schon am Abend des ersten Wahlsonntags Jörn Engstfeld seine Kandidatur zurückgezogen hatte, tat ihm dies kurz vor Bewerbungsschluss am 23. Oktober auch Stefan Deckert gleich. Somit blieben nur noch Johannes Leibold (Gerchsheim) und Thomas König (Marbach) im Rennen. 

Streitthema Sicherheitsstandard in Kindergärten

Im Rahmen der bevorstehenden Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Großrinderfeld führte Thomas König im Teilort Schönfeld in der vergangenen Woche nochmals ein Bürgergespräch durch. Themen waren unter anderem die Rechtsbeziehungen zwischen Gemeinde und Kirchengemeinde bei der Betreuung von Kindern in den katholischen Kindertageseinrichtungen und die Verwendung von Spendengeldern für Zwecke der Kinderbetreuung. 

Zum Thema Kinderbetreuung erläuterte der Kandidat den anwesenden Bürgern die Rechtsbeziehungen und die unterschiedliche Zuständigkeiten der Gemeinde und des Kindergartenträgers. Ein strittiges Thema sei häufig die Einhaltung von Sicherheitsstandards in den Kindergartengebäuden. Hier seien die konkreten Eigentumsverhältnisse über die Zuständigkeiten zu deren Einhaltung maßgebend.

Leibold will Kitas in allen Ortsteilen

Gelder, welche für die Zwecke einer Einrichtung gespendet wurden, dürfen von der Kirchengemeinde ausschließlich für die begünstigte Einrichtung verwendet werden. Es gelte ausdrücklich der Spenderwille. Eine anderweitige Verwendung, vor allem eine Anrechnung auf Investitionen, die von der Kommune zu übernehmen sind, sei ausgeschlossen.

Johannes Leibold war ebenfalls in allen Ortsteilen unterwegs und versuchte die Bürger von seinen Ideen in mehreren Bürgersprechstunden zu überzeugen. Er habe in den letzten Wochen viel dazu gelernt, so der Geschäftsführer einer Würzburger Ladenbaufirma. Ihm ist das Thema Familie ebenfalls sehr wichtig.

Alle Kinder sollten so untergebracht sein, dass ihre Eltern möglichst flexibel sein können und die Kinder sich wohl fühlen, fordert Leibold. Nach Möglichkeit sollten in allen vier Ortsteilen eine Kindertageseinrichtung vorgehalten werden. Allerdings dürfe man die Kosten nicht aus den Augen verlieren. Die Finanzierung der Gebäude obliege größtenteils der politischen Gemeinde.

Bürger wollen Stundentakt

Weitere Themen bei beiden Kandidaten war der öffentliche Nahverkehr, der in der Flächengemeinde in den kommenden Jahren viel Einsatz bedeuten wird. Auch wenn die Verbindungen nicht optimal seien, habe es doch schon Fortschritte gegeben. Aber sowohl Leibold als auch König wurden von den Bürgern aufgefordert, noch mehr zu unternehmen, damit die Gesamtgemeinde Großrinderfeld eine gut funktionierende Anbindung an die Mittel- und Oberzentren der Region erhält. Ein Stundentakt bis in die späten Abendstunden und am frühen Morgen sollte angestrebt werden, forderten viele Bürger.

Beide Kandidaten riefen allerdings gemeinsam dazu auf, am kommenden Sonntag zur Wahl zu gehen. Nur eine hohe Wahlbeteiligung gewährleiste einen großen Rückhalt des zukünftigen Bürgermeisters in der Gemeinde.

Schlagworte

  • Großrinderfeld
  • Matthias Ernst
  • Betreuung von Kindern
  • Bürger
  • Bürgermeisterwahlen
  • Kinder und Jugendliche
  • Nahverkehr
  • Ortsteil
  • Politische Kandidaten
  • Thomas König
  • Wahlbeteiligung
  • Wahlkampf
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!