Tauberbischofsheim

Cäcilienfeier und JHV des Kirchenchores St. Bonifatius

Der Kirchenchor St. Bonifatius ehrte bei der Hauptversammlung die langjährigen Chorsänger Luitgard Hörner, Kurt Wiegand und Bruno Fahrmeier.
Der Kirchenchor St. Bonifatius ehrte bei der Hauptversammlung die langjährigen Chorsänger Luitgard Hörner, Kurt Wiegand und Bruno Fahrmeier. Foto: Andreas Brachs

Der Kirchenchor St. Bonifatius Tauberbischofsheim traf sich laut einer Pressemitteilung zu seiner diesjährigen Cäcilienfeier. Nach der Mitgestaltung des Abendgottesdienstes trafen sich aktive und fördernde Mitglieder mit Anhang zu einem äußert abwechslungsrechen Buffet aus selbstgemachten Salaten und Desserts. Im Anschluss eröffnete Vorsitzende Christina Burger die Jahresversammlung.

Schriftführerin Annerose Größlein ließ das zurückliegende Chorjahr Revue passieren. So traf sich der Chor zu 40 regulären, drei  Sonderproben und einem Chortag in Gerchsheim. Er gestaltete acht Gottesdienste mit, führte mit Unterstützung des Würzburger Kammerorchesters Leggiero ein geistliches Konzert in der Bonifatiuskirche auf und gestaltete ein Mariensingen in der Wallfahrtskirche Liebfraubrunn. Die Gemeinschaft wurde traditionsgemäß in monatlichen „Probenverlängerungen“ gepflegt sowie bei Cäcilienfeier und Sommerfest.

Auf Initiative ihres Chorleiters Arno Leicht besuchten Chormitglieder gemeinsam ein Sinfoniekonzert in Würzburg, zu dem er auch vorab eine Einführung angeboten hatte.

Jahresausflug in den Steigerwald

Der Jahresausflug führte dieses Jahr zu den „unentdeckten Perlen des Steigerwalds“. Man besuchte die fränkischen Städtchen Pommersfelden, Wiesentheid und Ebrach und entdeckte dort beeindruckende Kirchen und die prachtvolle Sommerresidenz der Grafen Schönborn. Zum Abschluss ging es noch in das sehr originelle Abtswinder Kräutermuseum.

Nach dem Kassenbericht von Gerd Schneiderbanger folgten die Ehrungen langjähriger Sänger: Für 40 Jahre Singen im Kirchenchor wurden Luitgard Hörner und Kurt Wiegand mit offizieller Urkunde des Cäcilienverbands geehrt. Bruno Fahrmeier singt seit 30 Jahren im Kirchenchor mit und Monika Keller und Sandra Götzelmann seit 10 Jahren.

Das unkomplizierte Miteinander mit Chorleiter und Vorstand lobte Dekan Hauk, besonders auch bei den räumlichen Einschränkungen während der Arbeiten im Gemeindehaus. Er dankte dem Chor für seine Einsätze innerhalb und außerhalb der Kirche und betonte, dass in heutiger Zeit das gelebte Zeugnis ausgesprochen wichtig sei, und der Chor mit seiner Verkündigung mitten im Gottesdienst stehe und nicht als Umrahmung am Rand. Im Zuge der „Pastoral 2030“ würden lokale Gruppierung als heimatlicher Ort noch wichtiger werden.

Dann setzte Vorsitzende Christina Burger mit hrer „Laudatio“ auf den Chorleiter das Programm fort. Sie hatte das Credo von Arno Leicht, dass Mimik und Körperhaltung die Stimme und damit die Botschaft des Sprechers bzw. Sängers bestimmen mit Beispielen und Zitaten, unter anderem schon von Cicero, belegt und übereichte symbolische Geschenke, die sie in Bezug zu Aussagen des Dirigenten in den Proben setzte.

Das kommende Chorjahr

Im Anschluss gab Arno Leicht einen Ausblick auf das kommende Chorjahr. Höhepunkte werden die Aufführung der Matthäuspassion von Kühnhausen am 29. März 2020 sowie der mehrtägige Ausflug nach Thüringen im Juli sein. Die Passion mit Solisten wird in der Bonifatiuskirche aufgeführt und erhält durch Projektionen auf Großbildleinwand den Charakter von einer Art Passionsspiel. In Folge des Mariensingens in Liebfraubrunn hat der Kirchenchor St. Bonifatius nächstes Jahr Einladungen nach ebendort und ins Würzburger Käpelle. Arno Leicht möchte auch die Bewerbung um einen Fernsehgottesdienst in den Blick nehmen, ein Projekt, das die gesamte Gemeinde einbeziehe und etwas in Bewegung setzen könne.

Der Chorleiter betonte die Aufgabe der Kirchenchöre als Hüter wesentlicher Kulturgüter. So dürfe man bei der Traditionspflege nicht nur an die Erhaltung von sakralen Bauwerken vom Kölner Dom bis zur St. Martinskirche denken, sondern auch an die kirchenmusikalischen Werke von Bach bis Kühnhausen, und auch diese weiterhin mit Leben füllen. Mit dem Fazit „Gott braucht nicht unser Lob“, das Ziel der Musik im Gottesdienst sei es, Menschen anzurühren, beendete er seine Ausführungen. Christina Burger schloss mit der Einladung zum Festgottesdienst zum 125-jährigen Jubiläum des Kirchenchores St. Martin die Versammlung und leitete zum gemütlichen Teil über.

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