Bad Mergentheim

Coronavirus: So reagieren die Krankenhäuser in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim

Das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim (im Bild) und das Krankenhaus in Tauberbischofsheim reagieren mit strikten Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus.
Das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim (im Bild) und das Krankenhaus in Tauberbischofsheim reagieren mit strikten Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus. Foto: Caritas-Krankenhaus

Das Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim und das Krankenhaus in Tauberbischofsheim weisen mit einer Pressemitteilung auf das geltende Besuchsverbot hin.

"Ab sofort sind alle Besuche bei Patienten in den Krankenhäusern untersagt. Ausnahmen gelten nur bei zwingend notwendiger Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen und bei der Begleitung Sterbender. In diesem Fall ist täglich ein Besuch pro Patient erlaubt", sagt Dr. Mathias Buttmann als stellvertretender Ärztlicher Direktor.

Väter dürfen unter Auflagen bei der Geburt dabei sein

Väter dürfen nur unter Auflagen Schwangere bei der Geburt begleiten. Bei geplanten oder ungeplanten Kaiserschnitten ist derzeit allerdings keine Begleitung möglich. "Ebenso müssen wir Väter bitten, die Mütter und Neugeborenen nicht zu besuchen. Wir wissen, dass das sehr einschneidende Maßnahmen sind und wir den Patienten und Angehörigen einiges zumuten", betont Buttmann. Jedoch gebe es in der jetzigen Phase vor allem zwei besonders schutzbedürftige Gruppen:

Jedoch gebe es in der jetzigen Phase vor allem zwei besonders schutzbedürftige Gruppen: zum einen die Patienten, die sich zurzeit in Behandlung befinden und für Infektionen besonders anfällig seien, zum anderen die Ärzte, Hebammen und Pfleger auf den Stationen, die alle für die Versorgung der Patienten dringend benötigt werden. "Wir bitten daher sehr um Verständnis für eine strikte Umsetzung der Vorgaben", sagt Buttmann.

Kantine und Bistro nur für aktive Mitarbeiter

Wäsche zum Wechseln für die Patienten könne an der Information abgegeben werden, in einer Tasche verpackt und mit Namen sowie Geburtsdatum des Patienten versehen. Die Wäsche werde dann auf die Station gebracht. Auch Cafeteria, Kantine und Bistro sind in beiden Krankenhäusern für Besucher nicht mehr zugänglich. Nur aktive Mitarbeiter dürfen dort essen.    

Elektive planbare Eingriffe und Behandlungen werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. "Nur notfallmäßige und dringliche Behandlungen werden nach medizinischer Prüfung im Einzelfall durchgeführt", sagt Buttmann. "Wir werden so sicherstellen, dass alle medizinisch dringlich gebotenen Therapien weiter stattfinden." Es gehe darum, in den Krankenhäusern Kapazitäten zu schaffen und freizuhalten.

Eine Station für Covid-19-Patienten geräumt

Alle Veranstaltungen und Kurse bei Rehasport und Elternschule wurden bereits bis auf Weiteres abgesagt. Davon betroffen ist auch der Infoabend für werdende Eltern. Für Schwangere wurde eine Hotline bei geburtshilflichen Fragen eingerichtet. Sie ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 14.30 Uhr unter Tel.: (07931) 58-2510 erreichbar.

Die Vorbereitungen in beiden Krankenhäusern für die Aufnahme infektiöser Patienten laufen weiter. Sowohl im Caritas-Krankenhaus als auch im Krankenhaus Tauberbischofsheim wurde zunächst eine komplette Station für infizierte Patienten geräumt. "Wir können in kurzer Zeit ein ganzes Bettenhaus mit drei Stationen für Covid-19-Patienten zur Verfügung stellen", sagt Buttmann.  Wegen der räumlichen Trennung sei die Versorgung aller anderen Patienten sichergestellt.

Mutter-Kind-Zentrum räumlich getrennt

Auch das Mutter-Kind-Zentrum in Haus A ist komplett von allen anderen Bereichen getrennt, dazu gehören der Kreißsaal und ein separater OP für Entbindungen per Kaiserschnitt. "Die Versorgung von Schwangeren bei der Geburt sowie von Babys und Kindern ist somit weiterhin unter hygienisch sicheren Bedingungen möglich", sagt Buttmann.

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