Tauberbischofsheim

Der Kreistag ist gewählt: Viele neue Gesichter ziehen ein

Mit der Wahl in den Kreistag ist ein weiterer Baustein im Wahlmarathon vom vergangenen Sonntag endlich abgeschlossen. Die Auszählung dauerte so lange, weil viele Wahlkreise erst ihre kommunalen Parlamente auszählten und sich dann an die Kreistagsstimmen machten. Auch die Stimmenzuordnung anhand der Kumulierung forderte volle Konzentration von den Auszählenden.

Mit der Wahl in den Kreistag ist ein weiterer Baustein im Wahlmarathon vom vergangenen Sonntag endlich abgeschlossen. Die Auszählung dauerte so lange, weil viele Wahlkreise erst ihre kommunalen Parlamente auszählten und sich dann an die Kreistagsstimmen machten. Auch die Stimmenzuordnung anhand der Kumulierung forderte volle Konzentration von den Auszählenden.

Nun steht das vorläufige amtliche Ergebnis fest und es gab, wie nicht anders zu erwarten, einige Überraschungen. Platzhirsch mit den meisten Stimmen aller Bewerber ist der frisch gewählte Oberbürgermeister von Wertheim Markus Herrera Torrez (SPD) mit 14 065 Stimmen. Anders als im Bundestrend konnten sich die Genossen auf Kreisebene noch gut behaupten. Ihm folgt mit Udo Glatthaar (CDU) ein weiterer Oberbürgermeister, dieses Mal aus der Stadt Bad Mergentheim, der es auf 6889 Stimmen brachte.

Die Plätze hinter ihm belegten mit Heike Naber (CDU) aus dem Wahlkreis Creglingen und Anette Schmidt (CDU) aus Tauberbischofsheim zwei Frauen. Letzterer gelang es sogar, den Landtagsabgeordneten Wolfgang Reinhart und den amtierenden Tauberbischofsheimer Bürgermeister Wolfgang Vockel hinter sich zu lassen.

Erstmals AfD-Abgeordnete im Kreistag

Dem Bundestrend folgend sind im neuen Kreistag erstaunlich viele Abgeordnete vertreten, die über die Liste von Bündnis 90/Die Grünen eingezogen sind. Fast in allen Wahlkreisen ist damit ein Grüner Abgeordneter geworden. Auch die AfD zieht erstmals in den Kreistag ein. Und zwar mit Rolf Müller, Direktabgeordneter im Wahlkreis Bad Mergentheim, sowie mit der Landtagsabgeordneten Christina Baum und Roland Ehrmann über Ausgleichsmandate. Wie sich hier die Zusammenarbeit gestalten wird, bleibt abzuwarten.

Sehr viele Bürgermeister haben es in das Amt eines Kreisrates geschafft, darunter auch Marcus Wessels (FWV) aus der kleinsten Gemeinde im Main-Tauber-Kreis. Ihm ist es gelungen nicht nur die eigenen wahlberechtigten Einwohner für sich zu gewinnen, sondern auch viele Stimmen aus Grünsfeld und Assamstadt. "Sonst hätte ich es nie geschafft", äußerte sich ein glücklicher Bürgermeister, der nun seine Wähler im Kreistag vertreten darf. Dass viele Bürgermeister in den Kreistag gewählt wurden, spricht dafür, dass in diesem wichtigen Gremium wegweisende Entscheidungen für die einzelnen Kommunen noch besser abgesprochen werden.

Marco Hess ersetzt Bürgermeister Thomas Maetens

Doch für einige hat es auch nicht mehr zu einem Einzug über ein Direktmandant gereicht. So holte Marcus Wessels genau 97 Stimmen mehr als Elmar Haas aus Ahorn, der damit auf der Liste nur Ersatzmandatsträger ist. In Lauda-Königshofen tritt Marco Hess (CDU) die Nachfolge von Bürgermeister Thomas Maetens im Kreistag an. Ob sich damit schon eine Wachablösung für die Bürgermeisterwahl in der Stadt abzeichnet, wollte noch keine der beiden Personen bestätigen.

Ebenfalls nicht mehr im Kreistag vertreten ist das politische Urgestein Alfred Beetz (CDU). Der Grünsfelder Altbürgermeister hatte bei der letzten Kreistagswahl schon Stimmen eingebüßt und jetzt erneut. Sein Amtsnachfolger Joachim Markert ist jedenfalls froh erneut in den Kreistag eingezogen zu sein. "Ich möchte die begonnene Politik weiter fortführen und bin hocherfreut, dass meine Unterstützer mir das ermöglichen", freute sich Markert, der bisher schon im Kreisparlament saß.

Im neuen Kreistag wird die CDU mit 17 Sitzen vertreten sein, die FWV mit zehn, die SPD mit neun, die Grünen mit fünf, die AfD mit drei und die FDP mit zwei.  Die Linke und die BLW können jeweils einen Sitz für sich beanspruchen. Die ungerade Sitzzahl kommt durch die Ausgleichsmandate zustande, da einige Wahlkreise sehr unterschiedlich groß waren. Insgesamt waren 111 730 Wähler zur Stimmabgabe aufgefordert gewesen, wovon 67 843 von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. Damit liegt der Kreis im Landesdurchschnitt.

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