Lauda-Königshofen

Deutsch lernen, während die Kinder spielen

Damit sich die Mütter auf das Deutschlernen konzentrieren können, bietet die Erzieherin Anne Shalabi eine Beaufsichtigung für Kinder unter drei Jahren an. Foto: Stadt Lauda-Königshofen

Die Stadt Lauda-Königshofen und der Bürgertreff Mehrgenerationenhaus bieten für Frauen, deren Asylantrag anerkannt wurde und die mit ihren Familien in Lauda-Königshofen wohnen, einen sogenannten Frauenkurs an. Das teilt die Stadt mit. Die Idee: Während die Frauen im Kursraum an die deutsche Sprache herangeführt werden, können die Kinder im Nebenzimmer unter Beaufsichtigung spielen und herumtoben.

"Ich bin klein", "Du bist groß", "Er ist gesund", "Sie ist krank": Mit einfachen Sätzen lernen Mütter mit Kindern unter drei Jahren Schritt für Schritt die deutsche Sprache. Das Angebot richtet sich an Teilnehmerinnen, die noch keinen regulären Integrationskurs besucht haben. Hier habe es das Problem gegeben, für die Kinder ein Betreuungsangebot zu finden. Das werde mit dem neuen Kurs behoben.

Der Kurs wird mit Geldern des Bundes finanziert

Bei einem Besuch vor Ort erklärt Deutschlehrerin Isa Weber Satzbau, Grammatik und die Bedeutung bestimmter Begriffe. Die Atmosphäre ist lebendig und locker, Wissen zur deutschen Sprache wird auf unkomplizierte Weise vermittelt. Einen Raum weiter beaufsichtigt Erzieherin Anne Shalabi eine Gruppe von Kindern unter drei Jahren. Sie versteht Arabisch, kann dadurch die Bedürfnisse der Kleinen wahrnehmen und sich mit der Mutter abstimmen. Die Beaufsichtigung erfüllt einen weiteren positiven Zweck: Sie erleichtert den Kindern den Übergang in den Kindergarten. Schließlich sind sie es bislang in der Regel nicht gewohnt, losgelöst von der Mutter beaufsichtigt zu werden.

Deutschlehrerin Isa Weber bringt 15 Frauen mit einfachen Sätzen und Begriffen die deutsche Sprache bei. Foto: Stadt Lauda-Königshofen

Das Ziel des Kurses unter der Trägerschaft des Freundeskreises Asyl Karlsruhe besteht darin, den Teilnehmern eine Verständigung im Alltag zu ermöglichen – deshalb wird auf ein praxisnahes Vokabular Wert gelegt. Pfarrer Gerald Winkler stellt die Räumlichkeiten des Evangelischen Gemeindezentrums unentgeltlich zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt über Gelder des Bundes.

Insgesamt drei Monate lang lernen die Teilnehmerinnen mit zwölf Unterrichtsstunden pro Woche die deutsche Sprache. Sie haben dann gute Voraussetzungen, sich hier dauerhaft mit ihrer Familie zu integrieren.

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