STUTTAGART

Digitalisierung der Gräberlisten

Gut zwei Jahre waren Mitarbeiter des Regierungspräsidium Stuttgart in Abstimmung mit dem Innenministerium und dem Landesarchiv Ludwigsburg damit beschäftigt, die akut vom Zerfall bedrohten landesweiten Kriegsgräberlisten zu digitalisieren und sie damit auf Dauer vor dem Verfall und dem Vergessen zu bewahren.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl betonte anlässlich der Übergabe der Papierausgaben der Kriegsgräberlisten an das Staatsarchiv in Ludwigsburg, wo sie in einem besonderen Verfahren haltbar gemacht und in einem speziellen Raum auf Dauer sicher aufbewahrt werden sollen, dass die Rettung der Kriegsgräberlisten vor dem Verfall von großer Bedeutung sei. „Kriegsgräber sind Mahnmale gegen das Vergessen und für Frieden und Versöhnung“, so Schmalzl.

77 914 Kriegsgräber

Die digitalisierte Liste, die 77 914 Kriegsgräber auf rund 3000 baden-württembergischen Friedhöfen umfasst, will das Landesarchiv Ludwigsburg im Laufe des nächsten Jahres im Internet öffentlich zugänglich machen. In Zukunft kann dann mit geringem Zeit- und Personalaufwand auf die Liste zugegriffen werden. Die Kriegsgräberlisten stammen aus den Jahren 1954 bis 1968 und umfassen die Gräber der Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Das Land Baden-Württemberg ist nach dem Gräbergesetz verpflichtet, die Kriegsgräberlisten auf Dauer zu unterhalten und zu führen. Die Gräber von Opfern der beiden Weltkriege müssen als Mahnung gegen Krieg und Gewaltherrschaft auf Dauer erhalten werden.

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