OBERLAUDA

Ein Platz, der Nachbarn wieder zusammenführt

Neuer Treffpunkt in Oberlauda: Der Volapükplatz ist am Samstag der Öffentlichkeit übergeben worden. Foto: Reinhard Haas

Früher stand dort ein Geschäftshaus, jetzt wurde der kleine Platz als Park mit dem Namen „Volapük“ angelegt und am Samstagnachmittag der Öffentlichkeit übergeben. Im hinteren Eck laden zwei Tische mit Bänken zur Rast oder einfach nur zum gemütlichen Hinsetzen ein. Von der Mitte des Platzes aus wird eine frisch gepflanzte Linde, so sie denn noch etwas wächst und ausladender wird, Schatten spenden. Bei der offiziellen Übergabe war der Platz auf jeden Fall gut besucht, und das nicht nur von der Oberlaudaer Bevölkerung. Gäste aus nah und fern hatten sich eingefunden und feierten rund um den Platz ein gemütliches Einweihungsfest.

In relativ kurzer Zeit konnte die neue Ortsdurchfahrt in Einbahnstraßenregelung realisiert werden. Im Paket enthalten waren auch noch einige Seitenstraßen, die Ritterstraße und die Steinklinge als Verbindungsstraße und jetzt zum Schluss der Volapükplatz.

Als beispiellos bezeichnete Bürgermeister Thomas Maertens den Schulterschluss von politischer Gemeinde, Kirchengemeinde, Vereinen, Bauunternehmen, Planungsbüros und Stadtverwaltung. Dass dabei auch noch mit dem Volapükplatz ein neues kleines Schmuckstück herausspringen würde, konnte vorher niemand ahnen. Die Freude darüber sei besonders groß. Das Dorf habe sich positiv verändert. Oberlauda habe bewiesen, dass man bei dem entsprechenden Zusammenhalt stark sein kann. Die Idee zum Volapükplatz hatte der Heimat- und Kulturverein (HKV) und alle Vereine hatten tatkräftig mitgeholfen – von der Planung über Organisation bis hin zur Realisierung.

Am Samstag traf sich nun der Festzug in der Vorstadtstraße am neuen Standplatz des Rootzenbrunnens. Von hier aus ging es durch durch die Brunnen- und Ritterstraße zum Volapükplatz. Die Sitzplätze waren gut kalkuliert, sie reichten gerade aus. Für das musikalische Programm sorgten die Musikkapelle unter der Leitung von Stefan Deppisch und der Männergesangverein Eintracht unter der Leitung von Anton Eder. Für die Bewirtung waren alle Vereine und der Kindergarten für Kaffee und Kuchen zuständig.

Bürgermeister Maertens betonte, dass Oberlauda wieder einen Platz an der Sonne habe – und das nicht nur wegen des optimalen Wetters. Dieser Samstag sei ein historisches Datum für den Ort, denn jahrzehntelange Bemühungen seien nun vom Erfolg gekrönt worden. Waren früher die Dorfgemeinschaft, ja sogar Familien gespalten, so können diese jetzt wieder vereint sein. Eine Entwicklungsblockade sei beseitigt und der größte Nachholbedarf bereinigt. Der Blick nach vorn habe die Hoffnungslosigkeit verdrängt, auch weil alle Probleme bei den Eigentumsfragen im Interesse aller gelöst werden konnten. Einen besonderen Verdienst hatten dabei die beiden Stadträte Werner Kilb und Kurt Breitenstein (inzwischen ausgeschieden), sowie alle Vereine und Gruppierungen, die parteiübergreifend die Baumaßnahme unterstützt und gefördert hatten.

Der Vorsitzende des HKV Frithjof Spänkuch freute sich besonders über den fertigen Volapükplatz. Die Ehrung gelte dabei nicht dem Schöpfer, Johann Martin Schleyer, sondern seinem Werk, der Kunstsprache „Volapük“, auch wenn beide logischerweise zusammengehören.

Pfarrer Ralph Walterspacher stellte sodann den Platz und die Straßen unter Gottes Segen.

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