MAIN-TAUBER-KREIS

Erfolgsgeschichte im Taubertal

Gut vorbereitet: Das Kreisjugendorchester übt für seine Auftritte im Schloss Weikersheim.
Gut vorbereitet: Das Kreisjugendorchester übt für seine Auftritte im Schloss Weikersheim. Foto: Peter. D. Wagner

Mit einer umfangreichen Probenphase bereitet sich das Kreisjugendorchesters Main-Tauber in der Musikakademie Schloss Weikersheim auf seine beiden Jahreskonzerte unter neuer Leitung von Martin Lentz am Wochenende vor.

„Ich kenne die Jeunesse Musicales Weikersheim und den dortigen Geist sehr gut“, berichtete Lentz in einem Pressegespräch und nannte dies zugleich als eine seiner wesentlichen Motivationen, die Leitung des Kreisjugendorchesters Main-Tauber zu übernehmen, das in diesem Jahr mit seinem fünfjährigen Bestehen schon ein kleines Jubiläum begehen kann.

Als weitere Herausforderung nannte der neue Dirigent, die breite Altersstruktur zwischen zehn und 22 Jahren der insgesamt 64 Jungmusiker des Kreisjugendorchesters. „Man beginnt jeweils individuell an verschiedenen Stellen, möchte jedoch das, was jeder der Musiker mitbringt, in Echtzeit weiterentwickeln“, erklärte Lentz als ein wichtiges Ziel der Proben- und Zusammenarbeit.

Dass ihm dies gelingen werde, da hat der zuweilen humorig wirkende Orchesterleiter keine Zweifel. „Gerade mit Jugendlichen klappt dies besonders gut, weil sie bei ihrem jeweiligen Niveaustadium für Entwicklungen sehr offen sind“, weiß Lentz sowohl aus seinen umfangreichen Erfahrungen als Leiter von Jugendorchestern. Zugleich sei er sich darüber bewusst, bei dieser großen Altersspanne und der regional begrenzten Auswahl von Nachwuchsmusikern keine homogene Besetzung aller Instrumente erwarten zu können. Wenn jedoch Emotion und innere Energie des gesamten Orchesters hinzukomme, sei fast immer eine Steigerung möglich, selbst wenn ein Teil der Musiker anfangs fast überfordert seien. „Bisher hat alles gut geklappt“, zog Lentz ein zuversichtliches Zwischenfazit.

Nach einer Probe zum gegenseitigen Kennenlernen seien in zusätzlichen Instrumental-Einzelproben durch die sieben Dozenten weitere Feinheiten erarbeitet worden. Jetzt, wenige Tage vor den beiden Konzerten, befinde sich das Orchester jedoch in einer „heißen Endphase“, bei der zunehmend nur mehr gemeinsam geprobt werde.

Dass sich das Kreisjugendorchester Main-Tauber immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, betonten übereinstimmend Projektleiterin Denise Hartmann von der Musikakademie Schloss Weikersheim und Jörg Hasenbusch, Direktor der Bronnbacher Akademie, die in Kooperation mit der Jeunesses Musicales die Initiative zur Gründung des Jugendorchesters des Main-Tauber-Kreises hatte.

„Wir sind vor allem auch stolz darauf, was aus den eigenen Reihen erwachsen ist und dass aus diesem Orchester immer mehr junge talentierte Nachwuchsmusiker entspringen“, hob Hasenbusch hervor. Nach den ersten Jahren sei man inzwischen soweit, rund 90 Prozent der Mitwirkenden tatsächlich aus dem Kreisgebiet rekrutieren zu können.

Zudem werde des Kreisjugendorchesters Main-Tauber zunehmend weniger als mögliche Konkurrenz zu bestehenden Orchestern oder Musikschulen, sondern als konstruktive und gute Ergänzung betrachtet. Zudem könne man stolz darauf sein, dass das Kreisjugendorchester am 1. Oktober den musikalischen Rahmen beim Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Bad Mergentheim übernehmen werde, berichteten Hartmann und Hasenbusch. „Je länger dieses Orchester besteht, umso besser wird es sich etablieren“, meinte Hasenbusch, der dem Kreisrat für die Unterstützung dankte. Gleichwohl sei man weiterhin auf Spenden und Sponsoren angewiesen. „Wir wollen möglichst die komplette musikalische Nachwuchsspitze erreichen“, gab Hartmann als weiteres ambitioniertes Ziel an.

Das Programm

Auf dem Programm für die beiden Konzerte am Wochenende stehen neben Mozarts „Concertino für 2 Violinen und Orchester in C-Dur“ auch Werke der beiden unbekannteren Komponisten Miczyslaw Weinberg („Rhapsody über moldawische Volksthemen“ oopus 47/1) und Carl Loewe („Sinfonie Nr. 2“ in D-moll). Solisten an der Violine werden Elias Burkhardt Blaufelden und Johannes Kuhn aus Neuenstein sein. Beide Nachwuchssolisten sehen es als Herausforderung, bei den Konzerten des Kreisjugendorchesters ihr Talent und Können beweisen zu dürfen.

Die Konzerte des Kreisjugendorchesters finden am Samstag, 13. September, um 19.30 Uhr in der Schlosskirche in Bad Mergentheim und am Sonntag, 14. September um 18 Uhr in der Großsporthalle in Boxberg statt.

Martin Lentz ist neuer Leiter des Kreisjugendorchesters Main-Tauber.
Martin Lentz ist neuer Leiter des Kreisjugendorchesters Main-Tauber. Foto: Peter. D. Wagner

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