Tauberbischofsheim

Fernmelde- und Führungsdienst übt seit 35 Jahren für den Katastophenfall

Führungswechsel, Ehrungen und Abschiede beim Fernmelde- und Führungsdienst im Main-Tauber-Kreis mit (von links) Reinhard Brand, Christoph Schauder, Tobias Dworacek, Sachgebietsleiterin Helga Koch, Marco Herschlein, Florian Kieser, Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und Wolfgang Hart. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Beim Fernmelde- und Führungsdienst hat es einen Stabwechsel gegeben: Der bisherige Leiter Marco Herschlein wurde laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes in den passiven Dienst verabschiedet. Nachfolger ist Reinhard Brand.

23 Jahre im Katastrophenschutz

Herschlein wechselte auf eigenen Wunsch vom aktiven in den passiven Dienst und verzichtete auf das Amt des Leiters. Er hatte sich 1996 für sieben Jahre dem freiwilligen Dienst im Katastrophenschutz verpflichtet und war zunächst im Sanitätsdienst tätig. 1998 wechselte er zum Fernmelde- und Führungsdienst. Ab Juni 2006 übernahm Herschlein das Amt des Einheitsführers und übte es bis Juli 2009 aus. Seit 2011 leitete er wieder den Fernmelde- und Führungsdienst. Insgesamt absolvierte er 23 Jahre im Katastrophenschutzdienst, davon zwölf als Leiter.

Der Erste Landesbeamte Christoph Schauder charakterisierte Herschlein als "stets hilfsbereiten Menschen". In seiner Freizeit habe er ein Handbuch für die Bedienung des Digitalfunkgerätes geschrieben, um den Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern. Neben den monatlichen Übungen habe er auch die Ausbildung, das Biwak sowie den Einsatz beim autofreien Sonntag geleitet und die Jahresabschlussfeier mitorganisiert.

Nachfolger bringt große Erfahrung mit

Reinhard Brand aus Bad Mergentheim-Hachtel trat Herschleins Nachfolge an. Der 47-Jährige ist als Sachgebietsleiter des Landwirtschaftsamtes im Landratsamt tätig. Seit vier Jahren engagiert er sich im Fernmelde- und Führungsdienst. Neben einer Ausbildung als Maschinist und Sprechfunker hat er eine Qualifikation als Truppführer bei der Feuerwehr.

Der erste und bisher einzige Katastrophenfall im Main-Tauber-Kreis, das Hochwasser an Fronleichnam 1984 in Königheim, sei zwar mehr als 35 Jahre her. "Aber wir sind da, wenn wir gebraucht werden und üben regelmäßig", sagte Brand. Er habe das Amt übernommen, weil er sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühle.

Letzter Katastrophenfall ist 35 Jahre her

Für zehn Jahre im Fernmelde- und Führungsdienst wurde Simon Menzel geehrt. In den passiven Dienst verabschiedet wurden Wolfgang Hart nach über 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, Tobias Dworacek nach mehr als 20 Jahren und Florian Kieser nach 14 Jahren. "Sie waren sehr engagiert und immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden", erklärte Schauder.

Der Fernmelde- und Führungsdienst unterstützt den Verwaltungsstab des Landratsamtes im Fall von Katastrophen und Großschadensereignissen. Die Einheit besteht aus 14 Mitarbeitern sowie aktiven und passiven Ehrenamtlichen, die im Notfall einsetzbar sind.

Zu den Aufgaben gehören der Betrieb der Fernmeldezentrale für den Verwaltungsstab, die Aufnahme und Weiterleitung von Meldungen, die Unterstützung des Führungsstabes im Fernmeldewesen sowie der Nachweis von ein- und ausgehenden Meldungen per Telefon, Fax und Funk.

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