Grünsfeld

Gemeinderat: Schädlingsbekämpfung und Feuerwehrsatzung

Im Schulhaus II wird ab kommender Woche mit der Bekämpfung des Hausbocks im Dachgebälk begonnen. Foto: Matthias Ernst

Die alte Feuerwehrsatzung stammt aus dem Jahr 1990. Nun beschloss der Gemeinderat eine Neufassung, die vor allem viele Neuformulierungen enthält und sich sehr an die Mustersatzung des baden-württembergischen Gemeindetages anlehnt. "Satz für Satz wurde mit der Feuerwehr abgestimmt", berichtete Bürgermeister Joachim Markert. Gabriel Weber, der aktuell in der Kämmerei arbeitet, stellte die neue Satzung vor. Erwähnenswert sei, dass man nun bereits mit 17 Jahren zu den Aktiven eintreten kann und dass es bei der Jugendfeuerwehr keine Begrenzung mehr gibt. Die bisherige Altersgrenze von 12 Jahren entfällt. "Jetzt kann auch ein Sechsjähriger zur Jugendfeuerwehr, wenn er die Voraussetzungen erfüllt", präzisierte Weber den neu gefassten Paragrafen. "Die neue Satzung ist umfänglicher und an die heutige Zeit angepasst", befand der Bürgermeister und der Gemeinderat genehmigte die Satzung einstimmig.

Ebenfalls einstimmig wurde die Feuerwehrentschädigungssatzung verabschiedet. Die alte Fassung stammte aus dem Jahr 1991 und ist nicht mehr zeitgemäß. Bei den Entschädigungssätzen richtete man sich ebenfalls nach den Empfehlungen des Gemeindetages und des Landesfeuerwehrverbandes. Die Satzung betrifft die Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige. Erstmals unterschieden wird zwischen einer Übungsleiterpauschale und einem vom Aufgabengebiet abhängigen Entschädigung. So erhält beispielsweise der Stadtkommandant zukünftig eine jährliche Aufwandsentschädigung von 600 Euro und eine Übungsleiterpauschale von 200 Euro, sein Stellvertreter bekommt die Hälfte, ebenso wie der Abteilungskommandant Grünsfeld. Bisher gab es 400, 150 und 200 Euro jährlich. Neu hinzu gekommen sind Aufwandspauschalen für den Kleiderwart (100 Euro) und den Atemschutzgerätewart (125 Euro). Insgesamt sei die neue Satzung ausgewogen und zeitgemäß. "Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist sehr hoch", lobte Bürgermeister Markert alle Feuerwehren im Stadtgebiet und den Ortsteilen. Man sei eine der ersten Kommunen im Kreis, die eine neue Satzung verabschieden.

Schädlingsbekämpfung gegen Hausbock im Schulhaus

Gabriel Weber trug auch den jährlichen Beteiligungsbericht vor. Hier ist aufgelistet, an welchen Unternehmen die Stadt Grünsfeld beteiligt ist. Gegenüber dem Vorjahr hat sich keine Änderung ergeben. Außerdem wurden Trockenbau, Stuck und Putzarbeiten für den Umbau der Dorothea von Rieneck Schule in einen Kindercampus vergeben. Von 20 angeschriebenen Firmen hatten neun ein Angebot abgegeben. Das wirtschaftlichste Angebot kam von der Firma Zeiner GmbH aus Großrinderfeld mit einem Angebotspreis von 232.032,62 Euro brutto. Die Kostenrechnung hatte einen Betrag von 252.000 Euro vorgesehen.

Ebenfalls vergeben wurde die vorsorgliche Schädlingsbekämpfung gegen den Hausbock im Dachgebälk des Schulhauses II. Hier soll das Lernatelier entstehen und man will kein Risiko eingehen. So beauftragte der Gemeinderat die Firma Binker Materialschutz aus Lauf an der Pegnitz zu einem Angebotspreis von 9.909,13 Euro brutto mit der Aufgabe. "Da aktiver Hausbockbefall stellenweise noch vorliegt, sollte eine Hitzebehandlung stattfinden", hatte Bürgermeister Joachim Markert den Hintergrund der Aktion beschrieben. Man will damit eine perfekte Grundlage für die Zukunft schaffen. Beide Beschlüsse wurden bei einer Gegenstimme gefasst. Beginn wird schon in der kommenden Woche sein.

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