Großrinderfeld

Gemeinderat beschäftigt sich mit Friedhofsgebühren

Für das Jahr 2018 konnte Kämmerer Werner Horn dem Gemeinderat Großrinderfeld positivere Zahlen vorlegen als geplant. Vor allem die Nichtinanspruchnahme eines Kredits wirkte sich positiv auf die Jahresrechnung aus. Letztlich schloss der Haushalt für das Jahr 2018 mit einer Gesamtsumme von rund 13,88 Millionen Euro. Trotz großer und vielfältiger Investitionen konnte der Schuldenstand um knapp 3,9 Tausend Euro verringert werden. Die Prokopf-Verschuldung betrug deshalb zum Jahresende 772,99 Euro.

Die größten Ausgaben des Vermögenshaushaltes flossen vor allem in den Kindergartenumbau in Gerchsheim, in den Kunstrasenplatz in Großrinderfeld, die Erschließung des Gewerbegebietes Boppbrunn und in den Grunderwerb. Dank höherer Einnahmen kam es letztlich zu einem positiven Ergebnis, so Horn. Für das Rechnungsjahr 2019 vermutet der Kämmerer allerdings schlechtere Zahlen, da er mit einer erneuten Kreditaufnahme rechnet, um alle gemeindlichen Aufgaben erfüllen zu können. Für 2020 rechnet Horn mit einer "weiterhin stabilen finanziellen Lage".

Neukalkulation der Friedhofgebühren

Um die finanzielle Lage durch Zuschüsse von staatlichen Stellen  zu verbessern, wurde der Gemeinde bereits seit Längerem angeraten, ihre kostendeckenden Einrichtungen, wie Wasser, Abwasser und Friedhof, an aktuelle Gegebenheiten anzupassen. Aus diesem Grund beschäftigte sich der Gemeinderat schon länger mit den Gebühren für die gemeindlichen Friedhöfe.

Eine Neukalkulation durch die Firma Schmidt und Häuser hat der Verwaltungsausschuss insoweit vorberaten, dass man bis an die Obergrenze gehen muss, um die Vorgaben aus Stuttgart einzuhalten. Manfred Wörner fasste es zusammen: "Es bleibt uns fast keine andere Möglichkeit, um bei großen Investitionen Zuschüsse zu bekommen". Das Ziel soll sein, eine 100-prozentige Kostendeckung zu erreichen.

Kämmerer Werner Horn hatte die ermittelten Gebühren so erstellt, dass sie durch die Anzahl der gültigen Monate teilbar sind. Durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts müssen die Gebühren monatlich teilbar sein, um sie auch monatlich zu verrechnen. Deshalb gab es geringe Abweichungen zu den Kalkulationen durch das Fachbüro. Man will die Gebührensatzung in Zukunft schneller auf sich verändernde Gegebenheiten anpassen, wenn noch mehr Urnenbestattungen kommen und die Sargbestattungen weiter abnehmen. Die neue Bestattungssatzung gilt ab 1. Januar 2020.

Niedrige Erlöse beim Holzverkauf

Ernüchterung gab es bei der Vorstellung des forstwirtschaftlichen Planes für 2020 und die Abrechnung für das Jahr 2018. Während 2018 noch ein Überschuss von rund 48 000 Euro erwirtschaftet wurde, plant die Forstbehörde für 2020 nur noch mit 3700 Euro. Die große Differenz liege an den niedrigeren Erlösen beim Holzverkauf und bei höheren Ausgaben für die Pflege und Hege des Gemeindewaldes, sagte erster Bürgermeister-Stellvertreter Sven Schultheiß.

Neu eingerichtet wurde der Ausschuss für Digitalisierung und Kommunikation, der vorberatend tätig ist und dem Gemeinderat zuarbeitet. Der Bürgermeister ist durch sein Amt Mitglied im Ausschuss, zusätzlich wurden Rainer Gerhards, Peter Weingärtner, Sven Schultheiß und Christina Häusler in den Ausschuss gewählt. Stellvertreter sind Heiko Wülk, Christian Küffner, Julian Michelbach und Sybille Wirths.

Amtsantritt des Bürgermeisters

Erster Bürgermeister-Stellvertreter und Vorsitzender des Wahlausschusses, Sven Schultheiß, berichtete, dass der Wahlausschuss für die Bürgermeisterwahl bei einer Nachprüfung der Stimmzettel festgestellt hatte, dass Kandidat Thomas König zwei Stimmen mehr und der neue Bürgermeister Johannes Leibold zwei Stimmen weniger erhalten hat. Das Ergebnis wird jetzt dem Landratsamt zur Prüfung vorgelegt, dann werden sich Schultheiß und Leibold über den Zeitpunkt des Amtsantritts verständigen.

Außerdem informierte Schultheiß, dass bei einem Ortstermin im Kindergarten in Großrinderfeld die Ursache für die unangenehmen Gerüche gefunden wurden. Der Leim im Kleber für den Linoleumboden hatte ausgegast und diese Gase waren in die Tapeten eingedrungen. Im Kürze wird der Träger mit der Sanierung beginnen.

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