Tauberbischofsheim

Großartige Resonanz auf Förderinitiative des Kreises

Zur Eröffnung des Familienzentrums in Freudenberg gratulierte Landrat Reinhard Frank (hinten vierter von links). Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Eine positive Zwischenbilanz der Initiative zur Schaffung von weiteren Familienzentren im Main-Tauber-Kreis zieht Landrat Reinhard Frank. Laut einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt haben sieben Kommunen in den Jahren 2018 und 2019 Familienzentren entweder neu geschaffen oder werden dies in Kürze tun. Dies sind 40 Prozent der Städte und Gemeinden in der Region. In fünf weiteren Kommunen werden bestehende Angebote fortgeführt und ausgebaut. Damit haben zwei Drittel der 18 Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis im vergangenen Jahr die vom Landkreis zur Verfügung gestellten Mittel zweckgebunden verwendet. Sieben der zwölf Familienzentren werden bereits gemeinsam mit einem Träger der Wohlfahrtspflege betrieben.

Landrat Frank spricht von einer „großartigen Resonanz“ auf die Förderinitiative des Landkreises. Der Kreistag hatte im März 2017 beschlossen, die Kreisumlage ab dem Jahr 2018 um 0,2 Prozentpunkte abzusenken. Dies brachte den Städten und Gemeinden allein für das Jahr 2018 eine Ersparnis von rund 350 000 Euro, die ansonsten an den Landkreis geflossen wären. Im Gegenzug hat der Landkreis den Städten und Gemeinden empfohlen, neue Familienzentren einzurichten oder bestehende Angebote zu stärken.

Die Städte und Gemeinden müssen die Familienzentren grundsätzlich selbst finanzieren. Der ersparte Betrag aus der Absenkung der Kreisumlage soll entsprechende Initiativen unterstützen und zweckgebunden verwendet werden. Die Mittelverwendung erfolgt im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung und wird dem Landratsamt im Rahmen einer jährlichen Abfrage nachgewiesen. Nach drei Jahren soll das Projekt insgesamt bewertet werden.

Das Landratsamt versteht unter einem Familienzentrum eine generationsübergreifende Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger. Diese kann zum Beispiel als Bürgernetzwerk, als „Kindertagesstätte plus“ oder als gemeinsame Einrichtung mehrerer Träger ausgestaltet sein. „Familienzentren liefern eine Antwort auf veränderte gesellschaftliche Strukturen und leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben in einer Stadt und in den umgebenden Gemeinden“, sagt Landrat Frank. 

Erhebung des Landratsamts durch Fragebögen:
Nach dem Kreistagsbeschluss vom März 2017 hat das Landratsamt Städte und Gemeinden über das Projekt und den Umfang der je Kommune zur Verfügung gestellten Mittel informiert. Später wurde die Umsetzung des Projekts mit einem Fragebogen erhoben. Darin bat das Amt um Rückmeldung, ob die Mittel konkret für ein Familienzentrum verwendet wurden. Zweitens wurde gefragt, ob ein neues Angebot geschaffen oder ein bestehendes erweitert und fortgeführt wurde. Drittens sollten die Eckpunkte des jeweiligen Konzepts, die Zielgruppen und  Kooperationen benannt werden. Auch Rolle der jeweiligen Kommune und Pläne für die weitere Qualitätsentwicklung sollten angegeben werden. Das Ergebnis ist: Familienzentren als Bürgernetzwerk, Familienzentrum im Trägerverbund, als Kita plus sowie in Mischformen entstanden in: Boxberg (neu, Träger Diakonisches Werk), Creglingen (neu, Träger Stadt), Freudenberg (neu, Träger Stadt), Grünsfeld (neu, Träger Caritasverband), Igersheim (bestehend, Träger Kommune), Külsheim (bestehend, Träger Kommune), Lauda-Königshofen (bestehend, Träger Kommune), Tauberbischofsheim (bestehend, Träger Caritasverband), Weikersheim (neu, Eröffnung noch 2019, Träger Jugendhilfe Creglingen), Wertheim (neu, Träger Diakonisches Werk), Assamstadt (neu, Träger Caritasverband), Bad Mergentheim (bestehend, Angebot der Evangelischen Kirchengemeinde). Kein Angebot kam von Ahorn, Großrinderfeld, Königheim, Niederstetten, Werbach, Wittighausen.

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