Tauberbischofsheim

Große Nachfrage nach Holz aus dem Taubertal: 5000 Euro für eine Eiche

Käufer legen nicht nur Wert auf eine ordentliche Präsentation der Ware Wertholz, sondern auch auf einen bequemen und sicheren Zugang zum Lagerplatz.
Käufer legen nicht nur Wert auf eine ordentliche Präsentation der Ware Wertholz, sondern auch auf einen bequemen und sicheren Zugang zum Lagerplatz. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis

Bei der Taubertäler Laub- und Nadelholz-Submission wurden Werthölzer erfolgreich verkauft. Auf den Lagerplätzen Kirchnersbrunn und Nassig bei Wertheim, Bergwald bei Wittighausen und Roggenberg bei Bad Mergentheim wurden 2641 Festmeter angeboten und 2450 verkauft. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

"Der Submissionstermin war für die Holzverkaufsstelle des Landratsamtes und alle teilnehmenden Waldbesitzer sehr erfolgreich", sagte Uwe Renk, Leiter der Holzverkaufsstelle. Das Ergebnis des vergangenen Jahres wurde nochmals übertroffen. Der Erlös je Kubikmeter stieg um elf Prozent. Der Gesamterlös belief sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Angebot nur halb so groß

Mit der Forststrukturreform zum Jahreswechsel wurde die Betreuung des Staatswaldes aus den Landratsämtern ausgegliedert und in den Landesbetrieb "ForstBW" überführt. Das wirkte sich auf das Wertholz-Aufkommen bei der Submission aus. Da der Staatswald und der Landkreis Schwäbisch-Hall nicht teilnahmen, halbierte sich die angebotene Menge.

Bei den angebotenen Losen aus dem Kommunal- und Privatwald bildete die Eiche mit knapp 92 Prozent oder 2250 Festmetern den Schwerpunkt, Lärche und Douglasie erreichten zusammen knapp vier Prozent oder 91 Festmeter. Auf die übrigen Baumarten wie Bergahorn, Roteiche, Elsbeere, Kirsche und Esche entfielen weitere vier Prozent.

5000 Euro für eine Eiche

Der teuerste Eichenstamm war eine Furniereiche aus dem Stadtwald Niederstetten mit 5070 Euro. Der höchste Preis je Kubikmeter wurde für eine Eiche aus dem Privatwald mit 4762 Euro erzielt. Der Durchschnittserlös der Eichen lag bei 500 Euro je Kubikmeter.

Die Submissionsergebnisse gaben die derzeitige Marktlage bei der Eiche sehr gut wider: Auf Furnierstämme und Fassholz wurde höher geboten als in den vorherigen Jahren, ebenso auf Schneideholz und Erdstammparkett. Hartrote und dürre Eichen sowie schwarzastige Sortimente fanden bei den Käufern dagegen keinen Zuspruch.

Die zum Verkauf stehende Menge halbierte sich auch bei den Nadelhölzern. Auch hier lagen die Verkaufserlöse höher. So erzielte die Douglasie einen Durchschnittserlös von 216 Euro und die Lärche von 280 Euro. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahren wurden Douglasien und Lärchen wieder zentral auf dem Lagerplatz Roggenberg bei Bad Mergentheim angeboten.

Überregionale Bedeutung

Bei den sonstigen Laubhölzern setzte sich der Trend der Vorjahre von qualitativ hochwertiger Ware fort. Insgesamt wurden 16 Kubikmeter Kirsche und 66 Kubikmeter Esche zu vergleichbaren Preisen wie in der vergangenen Saison verkauft.

Die Taubertäler Submission hat aufgrund ihres Angebots eine überregionale Bedeutung, was die Anzahl der Bieter verdeutlicht. Von 39 Bietern kamen 31 aus Deutschland, sechs aus Frankreich und zwei aus Österreich. Der Käuferkreis setzte sich aus 21 Sägewerken, sechs Furnierwerken, fünf Händlern und sieben Fassdauben-Produzenten zusammen.

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