Großrinderfeld

Großrinderfelder Digitalhelfer bieten Hilfe zur Selbsthilfe an

Schon mit einfachen Mitteln lassen sich Liveübertagungen per Internet organisieren, wie hier beim Ostergottesdienst in Großrinderfeld. Die 'Digitalhelfer' wollen sich dafür einsetzen, dass solche Mittel weitere Verbreitung finden und bieten dazu ihre Unterstützung an
Schon mit einfachen Mitteln lassen sich Liveübertagungen per Internet organisieren, wie hier beim Ostergottesdienst in Großrinderfeld. Die "Digitalhelfer" wollen sich dafür einsetzen, dass solche Mittel weitere Verbreitung finden und bieten dazu ihre Unterstützung an Foto: Peter Weingärtner

Die Großrinderfelder "Digitalhelfer" möchten sich für ein "digitales Miteinander" in der Corona-Krise einsetzen. Ihr erstes großes Projekt war die Übertragung der Ostergottesdienste aus den Kirchen der Großgemeinde in die Haushalte.

Ihr Engagement fortzusetzen, beschlossen sie in einer Telefonkonferenz. An dieser nahmen immerhin schon sieben Helfende aus der Gemeinde teil. Dabei wurde schnell klar, dass man auch mit einfacher Technik vieles leisten kann.

Ostergottesdienste waren ihr erstes größeres Projekt

Der Helferkreis hatte seinen ersten größeren Einsatz bei der Liveübertragung der Ostermessen aus den Kirchen in Gerchsheim und Großrinderfeld per Internet. Auf dem Treffen wurden zunächst die Erfahrungen aus dem Projekt ausgetauscht.

Es war mit nur wenigen Tagen Vorbereitung erfolgreich realisiert worden. Peter Weingärtner leitete das Team vor Ort. Er berichtete von seinen Erfahrungen und gab Verbesserungsvorschläge für künftige Gelegenheiten ab. Weiterhin überlegten die Helfer, welche Hilfe künftig notwendig sein könnte und was sie dazu beitragen könnten.

Familien und Vereine können Unterstützung erhalten

Ein wichtiger Gedanke war dabei, dass die Corona-Krise vermutlich noch für einige Monate erhalten bleibe. Das höre man zumindest aus der Bundes- und Landespolitik, so der Helferkreis. So könne und müsse man langfristig denken.

Unterstützt werden sollen Familien, zum Beispiel mit virtuellen Treffen zwischen Enkeln und Großeltern. Auch Vereine könnten Unterstützung erhalten, denn sie werden ihr Vereinsleben auch teilweise ins Virtuelle verlagern müssen, sagte Christina Häusler.

Ebenso seien sie bereit, bei Bedarf nochmals bei der Übertragung von Gottesdiensten mitzuhelfen. Die Reaktion auf die Ostermessen sei jedenfalls positiv ausgefallen. Die Digitalhelfer gingen davon aus, dass auch an Pfingsten keine normale Messe möglich sei.

Geplant sind Anleitungen zu digitalen Hilfsmitteln

Einig waren sie sich auch, dass der Helferkreis "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten möchte. Schon aus Zeitgründen könnten die Ehrenamtlichen schließlich keinen vollwertigen IT-Dienstleister oder einen professionellen Helfer ersetzen.

Gerne würden sie den Anschub leisten, Impulse geben und natürlich auch ihre eingeschränkte Hilfe anbieten. Geplant ist, Vorschläge und Anleitungen zu digitalen Hilfsmitteln zu erstellen, beispielsweise welche Videokonferenzsysteme am besten geeignet seien.

Denn "da gibt es sehr viele", sagte Informatiker Rainer Gerhards, "und meist kann man Teilnehmer nur aus dem eigenen System miteinander verbinden". Daher sei es sinnvoll, auf einige wenige, aber gute und bewährte Lösungen zu setzen.

Mitglieder können sich in Arbeitsgruppen einbringen

Die Digitalhelfer wollen nun Arbeitsgruppen bilden, in denen sich die Mitglieder je nach Interesse und Talent einbringen können. Außerdem sind regelmäßige digitale Treffen zur Koordination geplant. Zur Kommunikation und Information über ihre Angebote und aktuelle Themen möchte der Helferkreis auch weiterhin die Tageszeitung nutzen.

Ebenso hofft er auf neue Mitglieder – und setzt darauf, dass man Familien und Vereine von der Notwendigkeit des Einsatzes digitaler Medien überzeugen könne. Denn bis zur ersten Nutzung sei es oft ein weiter Weg. Wer sich darauf einlasse, sei aber meist rasch von den Vorteilen überzeugt, sagte Gerhards abschließend.

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