Wittighausen

Grünbachgruppe: Mammutrotoren als größte Ausgabe

Der Einbau der neuen Mammutrotoren war in Jahr 2018 die größte Investition des Abwasserzweckverbandes Wittigbachgruppe Foto: Matthias Ernst

Die Sitzung des Abwasserzweckverbandes Grünbachgruppe im Wittighäuser Rathaus drehte sich um den Jahresabschluss 2018 und dem Haushaltsplan für 2020. Im länderübergreifenden Zweckverband sind die Gemeinden Wittighausen, Kirchheim, Giebelstadt und Geroldshausen zusammengeschlossen.

Größte Ausgabe, so Wittighausens Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Marcus Wessels, war 2018 der Einbau der neuen Mammutrotoren, die ihre gut 30 Jahre alten Vorgänger im Klärbecken ablösten. "In einem Gewaltakt und mit Einsatz des kompletten Bauhofs der Gemeinde Wittighausen konnten die beiden defekten riesigen Sauerstoffrotoren mit schwerem Gerät unfallfrei sowohl aus- als auch die neuen Maschinen eingebaut werden. Dabei wurde der Kostenvoranschlag mit 100 000 Euro sogar um 9668 Euro unterschritten".

Fehlbetrag abgedeckt

Der vom Land Baden-Württemberg der Gemeinde Wittighausen gewährte Zuschuss in Höhe von 19 400 Euro zum Bau der Phosphatfällanlage wurde planmäßig vom Zweckverband vereinnahmt. Damit wurde der Fehlbetrag aus dem Vorjahr in Höhe von 20 000 Euro abgedeckt. Daneben war zur Finanzierung der Investition eine Darlehensaufnahme in Höhe von 80 000 Euro notwendig. Die Rücklagen betrugen zu Beginn des Rechnungsjahres 4601,09 Euro. Da weder eine Entnahme noch eine Zuführung gebucht wurde, blieb der Rücklagenstand am Jahresende gleich.

Die Einnahmen aus der Rückzahlung der Abwasserabgabe 2019 mit etwa 35 000 Euro sollten den Rücklagen zugeführt werden, damit Zahlungsengpässe künftig hieraus bedient werden können und keine Kassenkredite notwendig sind. Der Schuldenstand zu Beginn des Rechnungsjahres mit 97 888 Euro veränderte sich durch Tilgungen von 2556 Euro und der Neuaufnahme mit 80 000 Euro auf 175 332 Euro am Jahresende 2018. Pro angeschlossenem Einwohner (5405 Einwohner) betrug die Verschuldung damit 32,44 Euro.

So schloss der Gesamthaushalt mit 379 979,70 Euro ab und erhöhte sich dabei um 8747,70 Euro gegenüber den Planungen von 371 232 Euro. Diesem Rechnungsabschluss stimmte die Verbandsversammlung einstimmig zu.

Neues Haushaltsrecht

Für das Jahr 2020 wurde der Haushaltsansatz nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) von Verbandsrechner Franz Salfenmoser erstellt. Dies war notwendig, weil baden-württembergisches Gesetz angewendet werden musste. Im Gegensatz zu bisherigen Kameralistik mit einer Berechnung nach Vermögens- und Verwaltungshaushalt, orientiert sich die "Doppik" mehr an der Buchführung eines Unternehmens. Der Ergebnishaushalt beinhaltet  Erträge in Höhe von 271 176 Euro und Aufwendungen mit 269 755 Euro. Das Gesamtergebnis beträgt 1421 Euro, damit können die vollen Abschreibungen erwirtschaftet werden und der Haushalt ist ausgeglichen.

Der Finanzhaushalt enthält Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 270 400 Euro und Ausgaben aus laufender Verwaltungstätigkeit von 259 959 Euro, woraus sich ein Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von 10 441 Euro errechnet. Unter Einrechnung des Finanzierungsmittelbedarfs (Tilgungen: Minus 7264 Euro) verbleibt ein positiver Saldo des Finanzhaushalts von 3177 Euro. Insgesamt wird von einer leichten Ausgabensteigerung ausgegangen, wodurch die Betriebskostenumlagen auf 270 000 Euro angehoben werden (2018 und 2019 jeweils 260 000 Euro, zuzüglich einer einmaligen Umlage für die Schmutzfrachtberechnung).

Einwohnerwerte berechnet

Nur geringe Unterschiede bei der Neuberechnung der Einwohnerwerte konnte Bürgermeister Wesels vermelden. Anhand dieser Werte wird die Kostenberechnung für jede Gemeinde ermittelt. Die Werte wurden von der Verbandsversammlung einstimmig genehmigt.

Albert Häußler wollte wissen, wieweit die Verhandlungen mit Bütthard auf Aufnahme in den Zweckverband gediehen sind. Wessels antwortete, dass es keine weiteren Verhandlungen geben werde, weil sich Bütthard mittlerweile Richtung Ochsenfurt orientiert habe. Die Kapazität der Kläranlage in Wittighausen wäre aktuell nicht ausreichend gewesen.

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