Grünsfeld

Grünsfelder Liste tritt das erste Mal bei Kommunalwahl an

Die Kandidaten der „Grünsfelder Liste“ (vordere Reihe von links): Veronique Link, Viola von Brunn, Manuela Sprecakovic, Isabell Noor, Karin Kraus, Markus Kurz und Josef Lesch; (hintere Reihe von links): Jonas Brückner, Nicolas Müller, Jost Meister, Holger Scheidel, Herbert Sperner, Markus Odenwald und Corinna Ehrmann. Foto: Ulrich Feuerstein

Frischen Wind in den Gemeinderat bringen. Das will die Grünsfelder Liste. Die neu gegründete Interessengemeinschaft tritt zum ersten Mal bei den Kommunalwahlen am 26. Mai an. Allein schon die Ankündigung hat für einigen Wirbel gesorgt. „Wir sind meinungsstark und diskussionsfreudig“, erklärt Viola von Brunn. Ihr Name ist der bekannteste auf der „Grünsfelder Liste“. Die 48-jährige Diplomverwaltungswirtin saß zehn Jahre für die CDU/Freie Wählervereinigung im Gemeinderat. Mit der neu gegründeten Interessengemeinschaft wagt sie einen Neuanfang.

14 Personen stehen auf der „Grünsfelder Liste“, sechs davon sind Frauen. Der Frauenanteil von fast 50 Prozent ist damit so hoch wie bei keiner der anderen beiden Listen, die zur Wahl antreten. Mit einem Durchschnittsalter von rund 43 Jahren ist die „Grünsfelder Liste“ auch die jüngste Formation. Der 21-jährige Jonas Brückner, der sich im Ortsteil Zimmern hat aufstellen lassen, ist zudem der jüngste Kandidat.

Wert legen alle darauf, dass sie unabhängig sind und keine wirtschaftlichen Interessen haben. Die „Grünsfelder Liste“ ist als Interessengemeinschaft konzipiert, die den Bürgern eine Plattform bieten will. Im Gespräch mit diesen will man gemeinsam gute Lösungen finden, um sie anschließend im Gemeinderat zu vertreten.

"Wer eine andere Meinung äußerte, hatte keinen leichten Stand."
Viola von Brunn (Grünsfelder Liste)

Meinungsfreiheit ist der „Grünsfelder Liste“ ein hohes Gut. Die sah Viola von Brunn in der Vergangenheit im Gemeinderat nicht immer gegeben. „Wer eine andere Meinung äußerte, hatte keinen leichten Stand“, so ihre Erfahrung. „Bislang wurden zu viele Tagesordnungspunkte im nichtöffentlichen Teil debattiert, hier braucht es endlich einen Bewusstseinswandel und dafür eben auch neue Leute im Gemeinderat“.

Die „Grünsfelder Liste“ setzt sich deshalb für eine neue Debattenkultur ein. Mehr Öffentlichkeit und Transparenz in den Gemeinderatssitzungen hat man sich auf die Fahnen geschrieben. Die Bürger sollen frühzeitig einbezogen und Diskussionen ergebnisoffen geführt werden.

Bei Projekten wie dem Bildungscampus hat Manuela Sprecakovic das vermisst. „Bedenken besorgter Eltern wurden ignoriert“, musste sie feststellen. Im Grunde genommen sei alles schon entschieden gewesen, bevor das Bauvorhaben der Öffentlichkeit präsentiert worden sei. Für Manuela Sprecakovic war das in ihren Augen weder bürgerfreundliche noch demokratische Vorgehen Motivation, sich in Grünsfeld aufstellen zu lassen.

Mit Radtour auf sich aufmerksam machen

Der Öffentlichkeit will die „Grünsfelder Liste“ sich mit einer Radtour durch Grünsfeld und die Ortsteile präsentieren. „Wir wollen etwas bewegen“, meint Markus Odenwald. Gestartet wird am Samstag, 18. Mai, um 10 Uhr in Grünsfeld am Stadthallenparkplatz. Ab etwa 12 Uhr sind die Kandidaten am Parkplatz des Treffpunktes Zimmern und schließlich ab circa 14 Uhr am Uhle-Plätzle in Kützbrunn.

Am Sonntag, 19. Mai, beginnt die Tour um 13 Uhr in Grünsfeldhausen am Spielplatz. Gegen 15 Uhr werden die Radfahrer in Paimar vor der Kirche erwartet, ehe ab etwa 17 Uhr das letzte Etappenziel in Krensheim am alten Schulhaus erreicht wird. Bürger können an den einzelnen Stationen mit den Kandidaten ins Gespräch kommen. Wer es sportlicher mag, darf auch bei der „Tour de Grünsfeld“ mitradeln.

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