GERLACHSHEIM

Heiße Songs bei kühlen Temperaturen

Viele warteten bis kurz vor Konzertbeginn: Hält das Wetter oder nicht – diese Frage stellte sich so mancher Fan am Samstag, nachdem am späten Nachmittag der Himmel kräftig seine Schleusen über Gerlachsheim geöffnet hatte. Als es dann doch wieder aufklarte, strömte statt des Regens eine rege Besucherschar auf das heimelige Gelände am Seniorenzentrum, um das angekündigte „kulturelle Ereignis“ nicht zu verpassen. Bereits zum 17. Mal richtete der örtliche Heimat- und Kulturverein den „Sommertraum im Klostergarten“ aus – in diesem Jahr mit der Formation „Night Fever – The Very Best Of The Bee Gees“, die den rund 600 Zuhörern knapp drei Stunden lang unvergessene Hits des Trios boten.

Bei mickrigen 15 Grad Außentemperatur wollte sich jedoch zunächst ein „Night Fever“ nicht einstellen, auch wenn Michael Zai als Barry, Franco Leon als Robin und Uwe Haselsteiner als Maurice Gibb die Magie der früher so umjubelten Bee Gees-Konzerte zu beschwören suchten. Ohne Frage war es der unverwechselbare Sound, den das Gesangstrio mit Cay Rüdiger an den Drums, Frank Landes am Bass und Steve T (Tarara) an der Gitarre und als Gast die stimmgewaltige Südafrikanerin Tertia Botha vor einem fast ausschließlich gereifteren Publikum zum Besten gaben. Nicht ohne Grund firmiert die Coverband als „Night Fever“, denn mit dem Soundtrack zu John Travoltas Disco-Film „Saturday Night Fever“ sind die Bee Gees 1978 weltweit die Nummer eins geworden; es war bis zu Michael Jacksons „Thriller“ die meistverkaufte LP.

In Gerlachsheim stellte „Night Fever“ mit „Lost Paradise“ einen aus eigener Feder stammenden Popsong vor, der auch von den Gebrüdern Gibb hätte stammen können. Viele inzwischen leicht ergraute Fans kamen im Klostergarten ins Schwärmen, als sie sich mit „Message Medley“ an die sechziger Jahre im eigenen VW-Käfer oder an ihre Erlebnisse auf engen Tanzflächen mit „Stayin' Alive“, „How Deep Is Your Love“, oder eben „Night Fever“ erinnerten. Die letzte mit Maurice Gibb gemeinsam aufgenommene Single „Where I Came In“ durfte beim „Sommertraum“ ebenso wenig fehlen wie zum Schluss „We don't say goodbye“. Für das nächste Jahr schwebt dem Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereines, Harald Hammer, die Verpflichtung einer Beatles-Revival-Band vor.

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