WITTIGHAUSEN

Herr der Ringe als Blasmusik

Die Musikkapelle Vilchband gab ihr Jahreskonzert in der Grundschule Wittighausen. Foto: Matthias Ernst

In das Land der Elben, Hobbits und Zauberer fühlte man sich entführt beim Konzert der Musikkapelle Vilchband in der Grundschule Wittighausen. Das lag weniger an der Dekoration in der Schule, welche in ein schlichtes Schwarz getaucht war, als vielmehr an der konzertanten Blasmusik der Hobbymusiker. Über zehn Minuten spielten sie ein Medley der bekanntesten Melodien aus der Filmtrilogie „Herr der Ringe“.

Dirigent Paul Thimm hatte lange mit den Musikerinnen und Musikern geübt, bis alle Töne saßen und die anspruchsvollen Stücke gespielt werden konnten. Der Aufwand hatte sich gelohnt, die Zuhörer in der übervollen Grundschule, unter ihnen auch Valentin Kimmelmann (Vertreter des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland), Bürgermeister Marcus Wessels und mehrere Gemeinderäte, waren hellauf begeistert.

Den Abend begonnen hatte die Bläserjugend Wittighausen. Die Nachwuchsorganisation der beiden Musikkapellen des Ortes und Ausbildungsstätte zahlreicher Leistungszeichenträger gliedert sich in drei Orchester. Zu Beginn spielt man im Miniorchester, dann im Jugendorchester und schließlich im Jugendblasorchester. Dabei ist „Jugend“ nicht unbedingt mit Jugendlicher gleichzusetzen. Auch Erwachsene können bei der Bläserjugend ein Instrument lernen, wie dessen Vorsitzender Martin Michel berichtete. Er selbst hat erst als Erwachser Posaune gelernt und jüngstes Beispiel ist Nikola Fell, die an der Trompete ausgebildet wird. Sie spielte unter der Leitung von Franz Pfeuffer zusammen mit anderen im Jugendorchester. Pfeuffer dirigiert auch das Miniorchster, welches beim Konzert der Musikkapelle Vilchband seinen insgesamt zweiten Auftritt hatte. Matthias Engel leitet das Jugendblasorchester und hier merkt man bereits, was häufiges und langes Üben bewirken kann.

Einige Musiker der Vilchbänder halfen bei ihm aus und hatten so eine Doppelbelastung, wie auch die beiden Moderatorinnen des Abends Christina Neuper und Meylin Brenner. Sie hatten zu allen Stücken kleine Einführungen vorbereitet und so fiel es dem Publikum leicht in die Musik zu finden.

Die war neben dem Zyklus aus Herr der Ringe sehr vielfältig. Egal ob klassische englische Stücke wie „Arsenal“ oder „Elisabeth Serenade“ oder Klassiker von Georg Friedrich Händel, der Abend war mehr als unterhaltsam. Zum Schluss kam noch das Concerto d?Amore von Jacob de Haan zu Gehör, der sehr viele Stücke für konzertante Blasmusik geschrieben hat und mit seinen melodischen Harmonien perfekt zum lauen Sommerabend passte.

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