Lauda-Königshofen

Interkommunales Gewerbegebiet seit 25 Jahren ein Erfolg

Beim Festakt zu 25 Jahren Zweckverband Industriepark ob der Tauber waren dabei (von links): Heinz Ulzhöfer (ehemaliger Hauptamtsleiter Stadt Grünsfeld), Klaus Mandel (Regionalverband), Armin Kordmann (Geschäftsführer I_Park Tauberfranken), Joachim Markert (Bürgermeister Grünsfeld), Thomas Maertens (Bürgermeister (Lauda-Königshofen), Otmar Heirich (Altbürgermeister Lauda-Königshofen), Alfred Beetz (Altbürgermeister Grünsfeld), Petra Jouaux (Moderatorin des Abends) und Doris Maag (Firma Naturata)

Alles begann mit der Ansiedlung eines Originalteilelagers der Firma Nissan vor 30 Jahren am Waltersberg in Grünsfeld. Dies war die Keimzelle des Gewerbeparks "Industriepark ob der Tauber" oder kurz "i-Pot" mit den Anteilseignern Lauda-Königshofen (60 Prozent) und Grünsfeld (40 Prozent), der vor 25 Jahren gegründet wurde. Dieses interkommunale Gewerbegebiet war damals wegweisend und wurde entsprechend vom Land Baden-Württemberg gefördert. "Es war ein echtes Pionierprojekt", würdigte der Fraktionsvorsitzende der CDU im baden-württembergischen Landtag Wolfgang Reinhart bei einem Festakt im I_Park Tauberfranken die Zusammenarbeit der beiden Kommunen.

Eigentlich, so erinnerte sich Grünsfeld Altbürgermeister Alfred Beetz, der zusammen mit seinem damaligen Lauda-Königshöfer Kollegen Otmar Heirich das Gewerbegebiet initiierte, sollte auch die Stadt Tauberbischofsheim mit im Boot sein. Doch die entschloss sich unter dem damaligen Bürgermeister Erich Hollerbach für ein eigenes Gewerbegebiet - ohne die anderen beiden Kommunen. Heute, 25 Jahre später, kann man von einem echten "Erfolgsmodell" sprechen, wie Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert betonte. Aktuell hat man das letzte Grundstück am Waltersberg verkauft, die jetzt noch wenigen freien Flächen dienen als Erweiterungsfläche für bereits angesiedelte Firmen.

Neben kleineren Betrieben sind echte Weltmarktführer dabei. Insgesamt 40 Firmen haben ihren Sitz im Gewerbegebiet und eine Erweiterung ist schon ins Auge gefasst. In der Fortschreibung des Regionalplans sind nochmals 26 Hektar Fläche in Richtung der A 81 vorgesehen und dank der guten Kontakte, die man mittlerweile mit Tauberbischofsheim pflegt, ist sogar schon eine weitere Ausbaustufe in Richtung Distelhausen angedacht. Hier hat sich in den vergangenen Jahren vieles verbessert, erklärten Joachim Markert und sein Amtskollege Thomas Maertens (Lauda-Königshofen) unisono.

Maertens lenkte den Blick auch auf den "I_Park Tauberfranken", an dem der Zweckverband Industriepark ob der Tauber mit 49 Prozent beteiligt ist. Das Konversionsgelände der ehemaligen Kaserne in Lauda wurde 2006 zusammen mit der Angermeier-Gruppe gekauft und fortentwickelt. Doch anders als bei vielen ehemaligen Bundeswehrstandorten wurden die Gebäude nicht abgerissen, sondern durch Umbau einer gewerblichen Nutzung zugeführt. Mittlerweile ist der Standort fast voll und muss erweitert werden, so groß ist die Nachfrage.

"Für jeden Unternehmer die richtige Größe", lobte Thomas Maertens das Angebot im I-Park. Verglichen mit heutigen Preisen war der Erwerb von der Bima für das rund 20 Hektar große Gelände ein echtes Schnäppchen. Maertens schätzt den heutigen Wert der gesamten Anlage auf zwölf Millionen Euro. "Der I_Park ist ein richtiger Renner geworden", lobte auch Wolfgang Reinhart das Objekt. Er war damals federführend bei den Verhandlungen in Stuttgart mit dabei, als es darum ging, die Konversionsflächen in Tauberbischofsheim, Lauda und Külsheim einer Nachnutzung zuzuführen.

Klaus Mandel vom Regionalverband lobte die beiden Städte für das Zustandekommen des interkommunalen Gewerbegebietes und wies darauf hin, dass in Baden-Württemberg 50 Prozent aller Arbeitsplätze im ländlichen Raum sind. Man sei damit führend in Deutschland. "Zusammen geht es weiter", machte er auch anderen Kommunen Mut, solche Projekte gemeinsam anzugehen.

Lob gab es für die Kommunen auch seitens der angesiedelten Firmen. Stellvertretend sagte die Prokuristin der Firma Naturata, die sich als erste ansiedelte, nachdem der Zweckverband am Waltersberg gegründet wurde, dass es die gute Anbindung an die Autobahn und die weichen Faktoren gewesen seien, die damals zur Ansiedlung der Firma geführt hätten. "Man kann die Ansiedlung nur weiterempfehlen".

Im lockeren Gespräch erinnerte man sich an die Anfänge des interkommunalen Gewerbegebietes am Waltersberg in Grünsfeld. Im Vordergrund Alt-Landrat Georg Denzer, der das Projekt damals positiv begleitete.
Im lockeren Gespräch erinnerte man sich an die Anfänge des interkommunalen Gewerbegebietes am Waltersberg in Grünsfeld. Im Vordergrund Alt-Landrat Georg Denzer, der das Projekt damals positiv begleitete. Foto: Matthias Ernst
Klaus Mandel vom Regionalverband Helbronn-Franken versprach die positive Begleitung bei der Weiterentwicklung des Industrieparks ob der Tauber.
Klaus Mandel vom Regionalverband Helbronn-Franken versprach die positive Begleitung bei der Weiterentwicklung des Industrieparks ob der Tauber. Foto: Matthias Ernst

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Lauda-Königshofen
  • Grünsfeld
  • Matthias Ernst
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • CDU
  • Distelhausen
  • Erfolge
  • Gewerbeparks
  • Industrie- und Gewerbegebiete
  • Mut
  • Stadt Tauberbischofsheim
  • Standorte
  • Städte
  • Unternehmen
  • Wolfgang Reinhart
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!